20.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der Petersdom in Rom
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Vatikan schließt ein Recht auf Abtreibung auch bei Schwangerschaften als Folge von Gewalt aus. Eine entsprechende Forderung von Amnesty International wies Kardinalstaatsekretär Bertone zurück.
Der Kardinal-Staatsekretär des Vatikan, Tarcisio Bertone, hat die Forderung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert, vergewaltigten Frauen eine straffreie und sichere Abtreibung zu ermöglichen. «Man muss natürlich die Gewalt gegen Frauen bekämpfen, die unmenschliche Gewalt, die Vergewaltigungen darstellen», sagte Bertone in Radio Vatikan mit Verweis auf die Enzykliken und Botschaften des Vatikans über die Würde der Frauen.
«Aber man muss das Leben retten, auch wenn es das Ergebnis von Gewalt ist», forderte Bertone. «Man darf nicht das Leben als solches auslöschen.» Ebenso wenig dürften Morden andere Morde folgen, sagte der Kardinal-Staatsekretär. «Denn es handelt sich um menschliche Wesen, mit eigener Menschenwürde.»
In Mexiko- Stadt endet an diesem Montag die Internationale Ratstagung von Amnesty. Dort wollte die Organisation sich zur Frage der Abtreibung und der Frauenrechte neu positionieren. (nz)