20. Aug 2007 17:22
An Folterverhören dürfen amerikanische Psychologen künftig nicht mehr mitwirken. Ihr Berufsverband forderte sie auf, Fälle von Misshandlungen Gefangener zu melden.
Nicht akzeptabel sei auch der Einsatz von manipulativen Medikamenten, extreme Kälte und Hitze oder der Einsatz von Hunden, hieß es. Dem Berufsverband zufolge sollen die Psychologen bei solchen Praktiken einschreiten und die Vorfälle ihren Vorgesetzten melden. Die Delegierten des 148.000 Mitglieder zählenden Verbands sprachen sich jedoch gegen einen Beschluss aus, den Psychologen grundsätzlich die Arbeit in diesen Lagern für verdächtigte Terroristen zu verbieten. Der Verband verteidigte die Ablehnung des grundsätzlichen Verbots mit dem Argument, die Anwesenheit von Psychologen diene in vielen Fällen dem Schutz der Häftlinge.
Nach Angaben entlassener Häftlinge haben amerikanische Militärangehörige und Geheimdienstbeamte in den Lagern für mutmaßliche Terroristen den Gefangenen Schlaf entzogen, sie zum Schein hingerichtet oder sexuell erniedrigt. (epd)