30.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der Reaktor Eins des schwedischen Atomkraftwerkes Oskarshamn ist am Montag wegen eines Lecks im Turbinen-Schmierölsystem vom Netz genommen worden. Spezilaisten haben mit der Untersuchung begonnen.
Der Reaktor Eins des schwedischen Atomkraftwerkes Oskarshamn ist am Montag wegen eines Lecks im Turbinen-Schmierölsystem vom Netz genommen worden. Wie die Betreibergesellschaft OKG, die vom deutschen Konzern E.ON und dem skandinavischen Energieunternehmen Fortum gemeinsam getragen wird, mitteilte, werden die Ursachen von Spezialisten untersucht.
Während der Stillstandszeit sollen auch Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten vorgenommen werden. Ein Unternehmenssprecher teilte mit, dass die Probleme an der Turbine keinerlei Bedeutung für den von Radioaktivität berührten Teil des Reaktorblocks hätten.
Da Reaktor Zwei des Kraftwerkes Oskarshamn bei Kalmar an der Ostseeküste wegen routinemäßiger Wartung ebenfalls stillsteht, produziert derzeit lediglich der dritte Reaktorblock Strom.
Im letzten Jahr hatte ein vom Betreiber Vattenfall als ernst eingestufter Störfall im Kernkraftwerk Forsmark zu massiven Debatten über die Sicherheit der drei schwedischen Atomkraftwerke mit zusammen zehn Reaktoren geführt. Die beiden Reaktoren Eins und Zwei in Oskarshamn wurden in der Folge des Forsmark-Störfall ebenfalls zeitweise abgestellt. (dpa)