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Razzien in Australien wegen Terror in Glasgow

06. Jul 2007 12:23
Anschlag auf Flughafen in Glasgow am vergangenen Samstag
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Australische Ermittler haben zwei Krankenhäuser durchsucht und mehrere Mediziner verhört. Britische Muslime distanzieren sich unterdessen von den fehlgeschlagenen Terrorattacken.

Die australische Polizei hat im Zusammenhang mit den versuchten Terroranschlägen in Großbritannien zwei Krankenhäuser durchsucht und mehrere Computer beschlagnahmt. In Perth und in der Goldminenstadt Kalgoorlie im Bundesstaat Western Australia seien Computer sicher gestellt und mehrere Ärzte verhört worden, sagte Polizeichef Mick Keelty am Freitag.

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Die Computer seien vermutlich benutzt worden, um mit dem bereits am Montag verhafteten Arzt Mohammed Haneef in Verbindung zu treten, fügte Keelty hinzu. Bei den vier Männern, die verhört wurden, handelt es sich um im Ausland ausgebildete Ärzte mit ähnlichem Profil wie die bereits von den britischen Ermittlern festgenommenen Medizinern. Nähere Angaben machte Keelty nicht.

Am Donnerstag war ein indischer Arzt am Flughafen in Brisbane festgenommen worden, als er das Land verlassen wollte. Einer der Befragten soll mit ihm in Kontakt gestanden haben.

Anschlag auf Flughafen in Glasgow

Am vergangenen Freitag waren in London zwei Autobombenanschläge vereitelt worden. Am Tag darauf rasten zwei Männer mit einem Jeep in den Terminal des Flughafens von Glasgow. Die beiden Täter von Glasgow sowie fünf weitere in Großbritannien Verhaftete sind ebenfalls Ärzte oder in anderen Berufen im staatlichen Gesundheitswesen tätig.

Muslime in Großbritannien distanzierten sich unterdessen von dem Anschlag in Glasgow und den verhinderten Terrorplänen in London. Terror geschehe «nicht in unserem Namen» und stehe im Widerspruch zum Islam, hieß es in Zeitungsanzeigen, die von der Gruppe Muslims United veröffentlicht wurden. Darin wurden außerdem die Rettungskräfte gelobt und die Regierung für ihre «ruhige und angemessene» Reaktion. Die Organisatoren stellten auch eine eigene Website ins Internet. (nz/dpa/AP)

 
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