27.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
George W. Bush (l.), Wladimir Putin
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Vor zwei Jahren hatten noch 42 Prozent der Deutschen eine positive Meinung von den USA. Dieser Wert ist immens gesunken - in anderen Ländern ist US-Präsident Bush allerdings noch viel unbeliebter.
Weltweit wächst die Unzufriedenheit mit der Politik der Supermächten und ihren Staatsmännern. Der russische Präsident Wladimir Putin ist inzwischen fast ebenso unpopulär wie US-Präsident George W. Bush, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des US-Instituts Pew in 47 Ländern ergab.
In seiner Heimat kann Putin aber auf die Unterstützung von 84 Prozent der Bevölkerung verweisen, hinter Bush stehen nur 45 Prozent. Das Misstrauen gegenüber den USA ist in den vergangenen Jahren zwar gewachsen. In 25 der untersuchten 47 Länder überwiegt aber noch ein positives Bild.
Türken mögen USA nicht mehrAm schlechtesten ist das Ansehen der USA in islamischen Ländern. So haben in der Türkei nur noch neun Prozent einen positiven Eindruck von den Vereinigten Staaten. In der Türkei verlor aber auch die Europäische Union an Zustimmung. 2004 äußerten sich noch 58 der Türken positiv über die EU - dieser Wert fiel auf 27 Prozent. Auch in Deutschland ging die Zustimmung zur US-Politik zurück.
Hatten vor zwei Jahren noch 42 Prozent der Deutschen eine positive Meinung von den USA, so sind es jetzt nur noch 30 Prozent. Die Kritik an den USA bezieht sich vor allem auf die Außenpolitik. Ein Abzug der US-Truppen aus dem Irak wird fast überall gefordert, auch der Einsatz in Afghanistan wird zumeist sehr kritisch gesehen. Den USA wird auch eine große Mitschuld an Umweltschäden und an der Klimaveränderung gegeben.
Inseln der SympathieEin positives Image haben die USA in vielen Ländern Afrikas, aber auch in Japan und Indien. In Südkorea wuchs die Zustimmung zu den USA sogar von 46 Prozent im Jahr 2003 auf 58 Prozent. Vom verbreiteten Misstrauen gegenüber den USA können die schärfsten Kritiker wie der venezolanische Präsident Hugo Chavez oder der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad nicht profitieren. Chavez wird selbst in Lateinamerika oft kritisch gesehen, noch größer ist das Misstrauen gegenüber Ahmadinedschad und dem iranischen Atomprogramm.
Weltweit gewachsen ist die Sorge um die Umwelt. Dies gilt vor allem für Europa, aber auch für Japan und Indien. Dass sich das Ansehen Chinas in der Welt verschlechtert hat, ist unter anderem auf die boomende Wirtschaft und die Folgen für die Umwelt zurückzuführen, aber auch auf die militärische Aufrüstung des Landes. (AP)