netzeitung.deIran will zwischen Palästinensern vermitteln

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Der iranische Präsident Ahmadinedschad wird in der Außenpolitik aktiv (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der iranische Präsident Ahmadinedschad wird in der Außenpolitik aktiv
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Die iranische Regierung will Fatah und Hamas zu Versöhnungs-Gesprächen nach Teheran einladen. Auch der Westen könnte einbezogen werden.

Der wegen Unterstützung radikaler Kräfte vor allem im Westen kritisierte Iran hat sich als Vermittler im innerpalästinensischen Streit angeboten. Die iranische Regierung sei bereit, die verfeindeten Palästinensergruppen Fatah und Hamas zu Versöhnungsgesprächen nach Teheran einzuladen, sagte Parlamentspräsident Gholam Ali Haddad Adel laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna am Dienstag.

Bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im norwegischen Parlament, Olav Akselsen, zeigte sich der Iraner auch aufgeschlossen für Gespräche mit dem Westen über die Krise bei den Palästinensern. Das wichtigste sei, dass die Einigkeit unter den Palästinensern wiederhergestellt werde.

Der Westen, vor allem Washington, achte seinen eigenen «Ruf nach Demokratie» nicht, kritisierte Hadda-Adel. Er verwies auf den Wahlsieg der radikalislamischen Hamas anfang vergangenen Jahres. Seitdem hat der Westen die Hamas geführte Regierung boykottiert.

Nach der Machtübernahme im Gaza-Streifen durch Hamas vor zwei Wochen hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Fatah) diese für abgesetzt erklärt. Bei einem Treffen am Montag im ägyptischen Scharm al-Scheich hatte Israels Ministerpräsident Ehud Olmert Abbas symbolisch den Rücken gestärkt, Ägyptens Staatspräsident Husni Mubarak Hamas zu Verhandlungen aufgerufen. Zugeständnisse an Hamas lehnten die Konferenzteilnehmer aber ab. (dpa)