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BKA warnt vor Pin-Diebstahl im Ausland

12. Jun 2007 14:02
Gut aufpassen beim Geld abheben - nicht nur Zuhause
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Mitglieder einer Bande von EC-Kartenfälschern haben in der Türkei hohe Haftstrafen erhalten. Die Betrüger hatten auf extra eröffneten Wechselstuben Kreditkartendaten ahnungsloser Touristen kopiert.

Zwölf Mitglieder einer Bande von EC- Kartenfälschern, die in türkischen Touristenorten vor allem deutsche Urlauber um viel Geld betrogen hatten, sind zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) unter Berufung auf türkische Behörden am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, verhängte ein Gericht in Antalya gegen die beiden Anführer Gefängnisstrafen von 21 und 23 Jahren.

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  • Die Täter hatten Wechselstuben und Postagenturen eröffnet, in denen Urlauber mit ihren Zahlungskarten Geld abheben konnten. Dabei seien die Kartendaten der Touristen kopiert und Doubletten ihrer Zahlungskarten hergestellt worden. Anschließend hätten die Täter mit den gefälschten Zahlungskarten in anderen türkischen Städten zu Lasten der Urlauber Geld abgehoben. Nach Angaben des BKA verursachte die Bande allein im Jahr 2005 einen Schaden in Höhe von 1,961 Millionen Euro bei rund 800 Opfern.

    Anstiftung zum Mord

    Das Bundeskriminalamt riet allen Urlaubern, zum Geldabheben im Ausland niemals Wechselstuben und Postagenturen, sondern stets nur offizielle Banken aufzusuchen. Bei der Geldeingabe am Automaten müsse die Eingabe der Pin-Nummer stets mit der Hand oder Geldbörse abgedeckt werden.

    Zwei Bandenmitglieder erhielten jeweils 18 Jahre Haft. Acht weitere Betrüger müssen zwischen einem Jahr und sechseinhalb Jahren ins Gefängnis. Unter den Anklagepunkten war auch Anstiftung zum Mord, dabei waren deutsche Urlauber jedoch nicht betroffen. Gefasst wurden die Täter Mitte März 2006 in Zusammenarbeit von BKA und türkischer Polizei. Die Beamten hatten 1,25 Millionen Euro und neun Autos sichergestellt.

    Das BKA arbeitet nach eigenen Angaben seit 2004 mit den türkischen Behörden zusammen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Zahl der Fälle, in denen deutsche Urlauber mit gefälschten Karten betrogen worden seien, um mehr als die Hälfte zurückgegangen. (dpa)

     
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