07.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der französische Präsident Sarkozy ist in der Türkei-Frage unbeugsam
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Nicolas Sarkozy kündigt eine eigene Strategie zur Zukunft der EU an. Details nennt er später, eins ist aber schon klar: Die Türkei gehört für den französischen Präsidenten nicht zu Europa.
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will der Europäischen Union seine Strategie zur künftigen Zusammenarbeit mit der Türkei präsentieren. Wie der konservative Politiker in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung «Le Figaro» sagte, ist er nach wie vor der Überzeugung, dass die Türkei nicht in die EU aufgenommen werden dürfe.
In Gesprächen mit dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan wolle er aber klar herausstellen, dass sich seine Haltung nicht gegen das türkische Volk richte, sagte Sarkozy. Es gehe vielmehr um die grundlegende Frage der Grenzen Europas.
Sarkozy will demnach seinen Vorschlag nach dem Europäischen Rat im Juni vorlegen. Darin solle ein Weg aufgezeigt werden, der den Zusammenhalt der EU sichere und die Beitrittsgespräche mit der Türkei beende.
Vom G8-Gipfel in Heiligendamm erwartet Sarkozy klare Zielvorgaben für Maßnahmen gegen die Treibhauseffekt. Er könne dabei keine Konzessionen machen, sagte der Präsident in seinem ersten Interview nach seiner Wahl am 6. Mai. Er sehe sich als Freund der USA und wolle auf die Regierung einwirken, um sie zu Anstrengungen für den Klimaschutz zu bewegen. Die Weltmacht müsse hier als Vorbild auftreten. (nz)