30.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Deutsche Welthungerhilfe
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In der afghanischen Provinz Kundus ist ein Mitarbeiter der Welthungerhilfe ermordet worden. Es handelt sich um einen Afghanen, der für die deutsche Hilfsorganisation tätig war.
Knapp acht Wochen nach dem Mord an dem deutschen Entwicklungshelfer Dieter Rübling ist in Nordafghanistan ein einheimischer Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe erschossen worden. Bewaffnete hätten am Sonntagabend in der Provinz Kundus einen von zwei Lastwagen der Organisation angehalten und den Fahrer zum Aussteigen gezwungen, sagte der Projektmanager der Welthungerhilfe in Kundus, Joachim Bönisch, am Montag der Nachrichtenagentur dpa.
Der Mann sei dann mit fünf Schüssen getötet und der Lastwagen in Brand gesteckt worden. Der zweite Lastwagen habe nicht gestoppt. Die Zentrale der Welthungerhilfe in Bonn bestätigte den Vorfall.
Die Polizei in Kundus teilte am Montag mit, vier Männer mit Kalaschnikow-Schnellfeuergewehren seien gefasst und unter dem Verdacht der Tatbeteiligung festgenommen worden.
Am 8. März war der Welthungerhilfe-Mitarbeiter Rübling in der nordafghanischen Provinz Sar-i-Pul getötet worden. Die Ermittlungen zu dem Mord und seinen Hintergründen dauern noch an. Ende März übernahm Generalbundesanwältin Monika Harms die Ermittlungen in dem Fall, da es Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund gebe. Der Deutsche war erschossen, seine afghanischen Kollegen von den Angreifern aber laufen gelassen worden. (dpa)