Sarkozy wegen Nazi-Äußerungen in der Kritik
13.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
In der Zeitung «Philosophie Magazine» hatte sich Sarkozy zuvor verständnislos über die Teilnahme der Deutschen am «Nazi-Wahn» gezeigt: «Es gibt viele Nationen überall in der Welt, die soziale, wirtschaftliche oder politische Krisen durchlaufen und die weder eine Endlösung erfinden noch die Ausrottung einer Rasse anordnen.» Dass das deutsche Volk «mit seiner Stimme am Nazi-Wahn teilgenommen» habe, sei ihm ein «Rätsel».
Erst kürzlich hatte der frühere Innenminister betont, Frankreich müsse wegen seiner Geschichte nicht erröten, denn es habe weder einen «Völkermord begangen» noch «die Endlösung erfunden.»
Derweil baut Sarkozy rund eine Woche vor der Wahl seinen Vorsprung jüngsten Umfragen zufolge aus. Nach einer am Freitag veröffentlichten Erhebung kann Sarkozy im ersten Wahlgang mit 30 Prozent der Stimmen rechnen. Das ist ein Plus von 0,5 Prozentpunkten. Die Sozialistin Ségolène Royal könnte unverändert 24 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen.
Bayrou verliert dagegen 0,5 Prozentpunkte auf 18,5 Prozent. Damit liegt Sarkozy in 101 der 102 Erhebungen seit dem 15. Januar vorn. Der Rechtsradikale Jean-Marie Le Pen fällt der jüngsten Erhebung zufolge im ersten Wahlgang um 0,5 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent zurück. (dpa/nz)

