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Lupe Blackout nach Erdbeben in Mexiko

Nur 45 Sekunden lang hat ein Erdbeben den Westen Mexikos erschüttert, dennoch flohen die Menschen in Panik auf die Straßen. Die Erinnerung an das letzte verheerende Beben ist noch immer frisch.

Ein starkes Erdbeben der Stärke 6,3 hat am Freitag zehntausende Mexikaner in Angst und Schrecken versetzt. An der Pazifikküste und auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt wurden die Menschen kurz nach Mitternacht aus dem Schlaf geschreckt und liefen in Panik auf die Straßen. Vereinzelt fiel der Strom aus, Telefonleitungen wurden unterbrochen, und der Autoverkehr kam zum Erliegen, weil Menschen auf die Fahrbahnen geflüchtet waren.

In Mexiko-Stadt waren nach dem Beben 20 Prozent der Haushalte in der Innenstadt ohne Strom, wie der Katastrophenschutzbeauftragte Miguel Moreno Brizuela erklärte. Zahlreiche Rettungswagen waren im Einsatz, offenbar hatten einige Panikattacken erlitten. Aus Angst vor Nachbeben wagte es viele Menschen nicht, in ihre Häuser zurückzugehen. In Acapulco flüchteten Touristen aus ihren Hotels. «Wir sind aus dem Bett gefallen», sagte Marcy Olsen aus dem US-Staat Minnesota. «Das Gebäude schwankte.»

Epizentrum im Pazifik
«Es war ganz unglaublich, was ich spürte. Ich war im zehnten Stock. Es lag ein Donnern in der Luft, die Lampen schaukelten hin und her, und ich hörte Fensterscheiben zersplittern», zitierte die Zeitung «La Crónica» eine Touristin in dem Pazifik-Badeort Acapulco. Über Opfer oder größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

Nach Angaben des Nationalen Seismologischen Instituts in Mexiko- Stadt erreichten die Erdstöße die Stärke 6,3 und dauerten etwa 45 Sekunden. Das Beben ereignete sich um 0.42 Uhr Ortszeit (7.42 Uhr MESZ). Das Epizentrum lag im Pazifik rund 60 Kilometer nordwestlich von Acapulco und 250 Kilometer südwestlich von Mexiko-Stadt.

Das letzte verheerende Erbeben hatte Mexiko vor 22 Jahren heimgesucht. Am 19. September 1985 zerstörten zwei gewaltige Erdstöße große Teile der Hauptstadt. Nach offiziellen Angaben starben damals mehr als 6000 Menschen. Anderen Schätzungen zufolge kamen sogar mehr als 10.000 Menschen ums Leben. (dpa/AP)