Blackout nach Erdbeben in Mexiko
In Mexiko-Stadt waren nach dem Beben 20 Prozent der Haushalte in der Innenstadt ohne Strom, wie der Katastrophenschutzbeauftragte Miguel Moreno Brizuela erklärte. Zahlreiche Rettungswagen waren im Einsatz, offenbar hatten einige Panikattacken erlitten. Aus Angst vor Nachbeben wagte es viele Menschen nicht, in ihre Häuser zurückzugehen. In Acapulco flüchteten Touristen aus ihren Hotels. «Wir sind aus dem Bett gefallen», sagte Marcy Olsen aus dem US-Staat Minnesota. «Das Gebäude schwankte.»
Nach Angaben des Nationalen Seismologischen Instituts in Mexiko- Stadt erreichten die Erdstöße die Stärke 6,3 und dauerten etwa 45 Sekunden. Das Beben ereignete sich um 0.42 Uhr Ortszeit (7.42 Uhr MESZ). Das Epizentrum lag im Pazifik rund 60 Kilometer nordwestlich von Acapulco und 250 Kilometer südwestlich von Mexiko-Stadt.
Das letzte verheerende Erbeben hatte Mexiko vor 22 Jahren heimgesucht. Am 19. September 1985 zerstörten zwei gewaltige Erdstöße große Teile der Hauptstadt. Nach offiziellen Angaben starben damals mehr als 6000 Menschen. Anderen Schätzungen zufolge kamen sogar mehr als 10.000 Menschen ums Leben. (dpa/AP)
