netzeitung.deBriten widerrufen Geständnisse gegenüber Iran

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Die britischen Soldaten nach ihrer Freilassung (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die britischen Soldaten nach ihrer Freilassung
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Auf ihrer ersten Pressekonferenz zurück in der Heimat haben die freigelassenen britischen Soldaten berichtet, wie sie im Iran behandelt wurden. Und sie betonten, nicht in iranischen Gewässern gewesen zu sein.

Die vom Iran freigelassenen britischen Marinesoldaten haben bei ihrer ersten Pressekonferenz nach ihrer Heimkehr am Freitag betont, dass sie nicht in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen waren. Entgegen früheren Erklärungen im
iranischen Fernsehen, seien sie in irakischen Gewässern gewesen, als sie von iranischen Revolutionsgarden festgenommen wurden, sagte einer der Marinesoldaten am Freitag auf dem Marinestützpunkt Chivenor in der Grafschaft Devon. Sie hätten ihre Position ständig über das Satellitenortungssystem GPS kontrolliert.

Die Soldaten betonten, sie hätten sich bewusst zurückgehalten. Angesichts der Aggressivität mehrerer Revolutionsgardisten hätten sie befürchtet, in ein heftiges Gefecht mit unabsehbaren internationalen Konsequenzen hingezogen zu werden. Deshalb sei Gegenwehr einfach keine Option gewesen.

In Gefangenschaft hätten sie unter konstantem psychologischen Druck gestanden, so ein Soldat weiter. Ihnen seien sieben Jahre Haft angedroht worden, sollten sie nicht eingestehen, in iranisches Hoheitsgebiet eingedrungen zu sein.

Der Soldat Felix Carman bekräftigte die britische Position, wonach die Gruppe in irakischen Gewässern aufgegriffen wurde. «Lassen Sie mich das klarstellen: Egal, was wir in der Vergangenheit sagten, wir waren in irakischen Gewässern.» Das
iranische Fernsehen hatte Entschuldigungen der Briten für einen illegalen Grenzübertritt ausgestrahlt, Großbritannien kritisierte dies als Propaganda. Die 15 Soldaten waren am Mittwoch nach fast zwei Wochen Gefangenschaft frei gekommen. (dpa/AP)