31.03.2007
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Feindbild Iran - personifiziert in Präsident Mahmud Ahmadinedschad
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Westen glaubt nicht mehr an eine Demokratisierung der Golf-Region, meint Islamwissenschaftler Steinbach. Auch wegen der Soldatenkrise stehe jetzt das Feindbild Iran im Vordergrund.
Der Islamwissenschaftler Professor Udo Steinbach sieht im Nervenkrieg um die Gefangennahme britischer Soldaten im Iran ein hohes Gefahrenpotenzial. Steinbach sagte der in Hannover erscheinenden Zeitung «Neue Presse» in einem Interview, die Aktion sei ein Teil jener Eskalation, die am Ende zu einem Militärschlag führen könne. Hintergrund sei auch der Streit um das iranische Atomprogramm.
Washington habe seine Politik in den vergangenen zwölf Monaten geändert, man habe die Demokratisierung der Region abgehakt, jetzt stehe das Feindbild Iran im Vordergrund, sagte der Leiter des Instituts für Nahost- Studien in Hamburg. Steinbach fügte hinzu: «Man sucht nach Vorwänden, um auch den Iran zu weiteren Schritten zu provozieren, an deren Ende der Militärschlag steht, von dem seit langem die Rede ist.»
Ein Angriff hätte allerdings katastrophale Folgen: Dann könnte Teheran einen Aufstand sämtlicher Schiitengruppierungen im Irak gegen die USA und Großbritannien inszenieren. «Einen solchen Aufstand könnte Amerika militärisch nicht durchstehen», so Steinbach. (dpa)