netzeitung.deUS-Visum für Ahmadinedschad

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Mahmoud Ahmadinedschad (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mahmoud Ahmadinedschad
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Damit der iranische Präsident zu einem Treffen der Vereinten Nationen reisen kann, benötigte er ein US-Visum. Und er hat es bekommen.

Die USA haben dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad ein Visum zur Einreise in die USA erteilt. Der Staatschef will in New York an der Sitzung des Weltsicherheitsrats teilnehmen, in der über schärfere Sanktionen gegen das iranische Atomprogramm entschieden wird. Wann die Abstimmung stattfindet, ist zunächst weiter offen.

Der amtierende Ratsvorsitzende Dumisani Kumalo aus Südafrika sagte am Montag in New York, das höchste UN-Gremium werde am Mittwoch mit der Beratung über den Resolutionsentwurf beginnen. Frühestens danach lasse sich der weitere Zeitplan absehen. Keines des 15 Mitgliedsländer hat Einwände gegen Ahmadinedschads Teilnahme erhoben.

Ein Beamter des US-Außenministeriums bestätigte in Washington die Erteilung der Einreisegenehmigung. Der Auftritt des iranischen Präsidenten gilt deshalb als spektakulär, weil er bisher aus seiner Verachtung für den Sicherheitsrat keinen Hehl gemacht hat.

Der von den fünf Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich gemeinsam mit Deutschland erarbeitete Entwurf sieht schärfere Sanktionen gegen den Iran vor, weil Teheran sich weigert, seine umstrittene Urananreicherung einzustellen. Die Vereinten Nationen fürchten, der Iran arbeite entgegen anderslautenden Beteuerungen an der Atombombe.

Kumalo machte deutlich, dass er auf einer gründlichen Diskussion des Entwurfs bestehe. Die Verfasser hätten zugesagt, dass es keinen Zeitdruck gebe, sagte der Ratspräsident. «Warum wollen die Leute, dass dieser Entwurf behandelt wird, als hätte Gott ihn geschrieben? Es ist eine ganz normale Resolution», sagte er. (dpa)