netzeitung.deIran überall zum Gegenangriff auf die USA bereit

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Iranische Nationalflagge (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Iranische Nationalflagge
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Der britische Premier Blair hat den Iran davor gewarnt, sich im Atomstreit mit den Vereinten Nationen zu verkalkulieren. Die Äußerungen aus Teheran nannte er Besorgnis erregend.

Der iranische Botschafter in Moskau hat für den Fall amerikanischer Angriffe mit Vergeltung gedroht. Der Iran sei gegen eine Konfrontation und zu Verhandlungen über sein Atomprogramm bereit, sagte Botschafter Gholamreza Ansari am Dienstag vor Studenten in der russischen Hauptstadt. «Aber wenn die USA uns angreifen, werden wir uns angemessen wehren und uns dabei territorial nicht eingrenzen. Das kann an jedem Ort sein», zitierte die russische Agentur RIA-Nowosti den Vertreter Teherans in Russland.

Der britische Premiermister Tony Blair warnte Teheran davor, sich im Atomstreit mit den Vereinten Nationen zu verkalkulieren. Es sei eine «grobe Fehlkalkulation», dass sich der Iran im Atomstreit der internationalen Gemeinschaft widersetzt habe. Blair mahnte Teheran zu mehr Kooperation. Die USA wollen den Druck auf den Iran weiter erhöhen. Falls der Iran die Urananreicherung nicht noch stoppe, drohe Teheran «als Konsequenz die diplomatische Isolierung vom Rest der Welt», sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Sean McCormack.
Bau der Atombombe vermutet
Trotz drohender neuer Sanktionen bekräftigte der Iran nochmals sein Festhalten an der umstrittenen Urananreicherung. Vizepräsident Parwis Dawudi sagte am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, sein Land werde «bald» ein industrielles Niveau in dieser Technologie erreichten. Der Westen verdächtigt den Iran, die Urananreicherung nicht ausschließlich für zivile Zwecke nutzen zu wollen, sondern zum Bau der Atombombe.

Eine Frist an die Teheraner Führung, die Urananreicherung einzustellen, war Mitte vergangener Woche abgelaufen. Am Montag begannen die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates und Deutschland in London mit der Arbeit an einem Entwurf für eine neue UN-Resolution gegen Teheran. Es war zunächst noch nicht bekannt, wo sich die Vertreter der USA, Russlands, Chinas, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands zu ihrer nächsten Runde «später in dieser Woche» treffen würden.

Unterdessen sucht China im Atomstreit eine Lösung durch Verhandlungen. Sanktionen seien nicht das Ziel, sagte ein Sprecher des Außenministeriums nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag in Peking. «Unsere Position ist beständig. Wir befürworten eine friedliche Lösung durch diplomatische Verhandlungen», sagte Qin Gang. «Jeder Schritt des Sicherheitsrates sollte dabei behilflich sein, die Angelegenheit auf friedliche und angemessene Art zu lösen», antwortete er auf die Frage, ob China härtere Maßnahmen gegen den Iran befürworte. (nz)