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Druck auf Ahmadinedschad im Iran nimmt zu

23. Jan 2007 20:51
Mahmud Ahmadinedschad
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Iranische Parlamentarier haben Präsident Ahmadinedschad Abenteurertum und Marktschreierei vorgeworfen. Auch die Medien erhöhen den Druck auf den Präsidenten.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist wegen seiner Außenpolitik und seiner scharfen Rhetorik im Parlament offen kritisiert worden. Der Abgeordnete Achbar Alami, der nach Medienberichten im Namen der Parlamentarier sprach, warf Ahmadinedschad am Dienstag «Abenteurertum und Marktschreierei» vor. Dies führe nur zu «negativen und harten Reaktionen verschiedener Länder und internationaler Organisationen», sagte Alami nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA.

Alami kritisierte auch die von Ahmadinedschad initiierte Holocaust-Konferenz. Die Konferenz habe keinen Sinn gehabt und dem Westen nur einen neuen Grund gegeben, den Iran zu verurteilen, erklärte der Abgeordnete.

Schroffe Rhetorik

Mehr in der Netzeitung:
Ahmadinedschad war wegen seiner Atompolitik in den vergangenen Tagen bereits in Medien kritisiert worden. So hieß es in der Zeitung «Hamschahri», eine diplomatische Lösung im Atomstreit habe sich angebahnt. Ahmadinedschad habe dies jedoch mit seiner schroffen Rhetorik wieder zunichte gemacht.

Der Iran kritisierte unterdessen die Einigung der Europäischen Union auf Sanktionen gegen das Land wegen des Atomstreits als «unlogisch» und rief die EU am Dienstag zu einer Fortsetzung von Verhandlungen über das nationale Atomprogramm auf.

Erfolgreiche Raketentests

Die EU-Außenminister hatten am Montag entschieden, die im Dezember vom Weltsicherheitsrat beschlossenen Strafmaßnahmen in den 27 EU- Staaten umzusetzen. «Es ist bedauerlich, dass die EU die ungerechte und unfaire UN-Resolution 1737 als Basis für weitere unlogische Entscheidungen genutzt hat», sagte ein iranischer Außenamtssprecher laut der Nachrichtenagentur ISNA.

Am Dienstag hatte der Iran zudem den erfolgreichen Test zweier Kurzstreckenraketen gemeldet. Die Raketen mit einer Reichweite von 75 beziehungsweise 100 Kilometer seien im Rahmen eines Militärmanövers abgefeuert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars am Dienstag. Im November hatte Teheran neue Land-See-Raketen und See-See-Raketen getestet. (nz)

 
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