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Todesfall im Umfeld von Ex- Spion Litwinenko

07. Jan 2007 09:34
Ermittlungen in London im Dezember
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Der russische Ex-Spion Litwinenko war möglicherweise nicht das erste Polonium-Opfer im jüngsten Vergiftungs- Skandal. Einem Bericht zufolge starb vor ihm in London ein russischer Diplomat.

Zwei Tage vor dem tödlichen Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko ist in London ein russischer Diplomat unter rätselhaften Umständen gestorben. Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» berichtet, wollte Igor Ponomarjow mit Litwinenkos italienischem Kontaktmann Mario Scaramella zusammenkommen, starb aber einen Tag vor dem vereinbarten Treffen am 30. Oktober 2006.

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Der 41- Jährige habe sich plötzlich schlecht gefühlt, starken Durst bekommen binnen kurzer Zeit mehrere Liter Wasser getrunken und sei kurz darauf gestorben.

Die Angehörigen hätten den Verdacht geäußert, der Tod stehe in Zusammenhang mit der Litwinenko-Affäre. Die Leiche wurde nach «Focus»-Angaben eilig aus London nach Russland gebracht und ohne Obduktion bestattet. Als Todesursache hätten die russischen Behörden einen Herzinfarkt angegeben.

Neue Polonium- Spuren

Scaramella hatte sich nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen mit dem ehemaligen russischen Agenten Litwinenko am 1. November in einer Londoner Sushi-Bar getroffen, wo dieser von Unbekannten mit radioaktivem Polonium verseucht wurde. Drei Wochen später starb Litwinenko in einer Londoner Klinik an den Folgen einer Vergiftung mit dem radioaktiven Element Polonium.

Mehr als zwei Monate nach Giftanschlag Litwinenko fanden Experten in einem weiteren Londoner Restaurant Spuren von Polonium 210. Die Rückstände der strahlenden Substanz wurden in einem italienischen Restaurant namens «Pescatore» im Nobel-Stadtteil Mayfair entdeckt, das häufig von Exil-Russen besucht wird. Der Kreml-Kritiker Litwinenko war nach Informationen der Tageszeitung «The Times» dort allerdings nie.

Die Gefahr durch die neu entdeckten Spuren wird von den Gesundheitsbehörden als äußerst gering eingeschätzt. «Auf der Grundlage der Messungen gibt es keinen Grund zur Sorge», sagte ein Sprecher. Bislang wurden allein in London an 13 verschiedenen Stellen Polonium 210-Rückstände gefunden. Der ehemalige KGB-Agent Litwinenko war drei Wochen nach dem Polonium-Anschlag, der sich vermutlich am 1. November zutrug, in einer Londoner Klinik gestorben. Der Verdacht richtet sich vor allem gegen ehemalige Kollegen. Als Ex-Geheimdienstchef stand vor allem auch Russlands Präsident Putin unter Kritik. (nz)

 
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