Scaramella hatte sich nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen mit dem ehemaligen russischen Agenten Litwinenko am 1. November in einer Londoner Sushi-Bar getroffen, wo dieser von Unbekannten mit radioaktivem Polonium verseucht wurde. Drei Wochen später starb Litwinenko in einer Londoner Klinik an den Folgen einer Vergiftung mit dem radioaktiven Element Polonium.Mehr als zwei Monate nach Giftanschlag Litwinenko fanden Experten in einem weiteren Londoner Restaurant Spuren von Polonium 210. Die Rückstände der strahlenden Substanz wurden in einem italienischen Restaurant namens «Pescatore» im Nobel-Stadtteil Mayfair entdeckt, das häufig von Exil-Russen besucht wird. Der Kreml-Kritiker Litwinenko war nach Informationen der Tageszeitung «The Times» dort allerdings nie.
Die Gefahr durch die neu entdeckten Spuren wird von den Gesundheitsbehörden als äußerst gering eingeschätzt. «Auf der Grundlage der Messungen gibt es keinen Grund zur Sorge», sagte ein Sprecher. Bislang wurden allein in London an 13 verschiedenen Stellen Polonium 210-Rückstände gefunden. Der ehemalige KGB-Agent Litwinenko war drei Wochen nach dem Polonium-Anschlag, der sich vermutlich am 1. November zutrug, in einer Londoner Klinik gestorben. Der Verdacht richtet sich vor allem gegen ehemalige Kollegen. Als Ex-Geheimdienstchef stand vor allem auch Russlands Präsident Putin unter Kritik. (nz)