15. Dez 2006 18:02
Der russische Ex-Geheimagent Limarjow hat sich in seinem französischen Haus verbarrikadiert. Er habe Angst, genauso wie Ex-Agent Litwinenko vergiftet zu werden, sagte er. In Moskau wurde der dritte Hauptzeuge in dem Fall vernommen.
Litwinenko war im Herbst mit der radioaktiven Substanz Polonium 210 vergiftet worden. Limarjow verwies auf eine mysteriöse Todesliste, auf der sein Name als Nummer drei hinter Litwinenko und dem italienischen Geheimdienstexperten Mario Scaramella stehe. Er habe Scaramella über angebliche Machenschaften russischer Geheimdienst-Veteranen informiert. Es sei um «Verschwörungen der Veteranen-Organisation »Würde und Ehre«» gegen Scaramella und den italienischen Senator Paolo Guzzanti gegangen, der einen Parlamentsausschuss zur russischen Geheimdiensttätigkeit in Italien leitet. In Moskau wurde unterdessen der dritte Hauptzeuge, Ex-Geheimdienstler Wjatscheslaw Sokolenko, vernommen. Der Chef eines Sicherheitsdienstes, der ein Treffen mit Litwinenko in einem Londoner Hotel bestreitet, habe Dutzende von Scotland-Yard- Beamten vorbereitete Fragen beantwortet, meldete die Agentur Interfax. Sokolenko war mit seinen Geschäftspartnern Dmitri Kowtun und Andrej Lugowoi angeblich zu einem Fußballspiel nach London gereist.