31.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Innenminister Nicolas Sarkozy
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Polizei in Marseille hat nach dem Brandanschlag auf einen Bus mehrere Verdächtige festgenommen. Die verletzte Frau liegt im künstlichen Koma.
Bei der Suche nach den Attentätern, die einen Bus in Marseille in Brand setzten, haben Polizisten fünf Verdächtige festgenommen. Unter ihnen seien mehrere Minderjährige zwischen 15 und 17 Jahren, teilte die Polizei mit. Sie seien am frühen Morgen in zwei Wohnsiedlungen gefasst worden.
In dem Viertel, in dem die Razzia stattfand, kam es trotz der Polizeipräsenz nicht zu Ausschreitungen.
Eine 26-jährige Frau, die bei dem Anschlag schwer verletzt wurde, befindet sich weiterhin in Lebensgefahr. Gesicht, Beine, Arme, Hände und Oberkörper sind laut den behandelnden Ärzten zu 70 Prozent verbrannt. Die Frau wurde in ein künstliches Koma versetzt.
Sarkozy kündigt Härte anDer gezielte Anschlag auf den Bus etwa ein Jahr nach den schweren Unruhen in Vororten französischer Städte hat im ganzen Land Empörung ausgelöst. Innenminister Nicolas Sarkozy sicherte der Familie des Opfers zu, die Täter in Kürze ausfindig zu machen und hart bestrafen zu lassen.
Die Behörde zur Überwachung der Polizei ordnete unterdessen eine Untersuchung an, nachdem ein 16-Jähriger bei Ausschreitungen am Samstagabend im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois am Auge verletzt worden war. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde er von einem Hartgummi-Geschoss der Polizei getroffen. (nz)