netzeitung.dePolitologe Einreise in die USA verweigert

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Freiheitsstatue in New York (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Freiheitsstatue in New York
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

«Völlig verstört» hat ein Wissenschaftler aus Südafrika reagiert, als er in New York festgenommen wurde. Beamte befragten ihn über mögliche Verbindungen zu Terror- Organisationen. Danach musste er das Land verlassen.

Die USA haben einem südafrikanischen Politikwissenschaftler die Einreise verweigert. Der Direktor des Forschungsrats für Humanwissenschaften, Adam Habib, wurde am vergangenen Samstag nach der Landung in New York mehrere Stunden lang festgehalten und schließlich nach Johannesburg abgeschoben. «Ich bin völlig verstört», sagte Habib am Dienstag der Nachrichtenagentur AP in Kapstadt.

Er wollte in New York an mehreren Konferenzen unter anderem bei der Weltbank teilnehmen. Nach der Landung sei er von amerikanischen Beamten wegen möglicher Verbindungen zu terroristischen Organisationen befragt worden. Schließlich sei er von bewaffneten Personen zu einem Flugzeug nach Johannesburg gebracht worden. Bei früheren Reisen in die USA habe er nie Probleme gehabt.

Habibs Institut forderte die US-Botschaft in Pretoria schriftlich zu einer Erklärung auf und bat das südafrikanische Außenministerium um Intervention. Habib war vor 1994 ein Vorkämpfer gegen die Apartheid und hat sich zuletzt wiederholt gegen Korruption, Intoleranz und Terrorismus ausgesprochen.

Sprecherinnen der Zoll- und Grenzschutzbehörde in New York und Washington bestätigten, dass Habib die Einreise verweigert worden sei. Das Außenministerium erklärte, das Visum Habibs für die USA sei zurückgezogen worden. Einen Grund dafür nannte das Ministerium nicht. (nz)