netzeitung.deZorniger Taiwaner versprüht Gas im Parlament

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Abgeordneter Li Ao beim Gas versprühen (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Abgeordneter Li Ao beim Gas versprühen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ein geplanter Waffenkauf in Milliardenhöhe hat einen tawanischen Parlamentarier in Rage gebracht. Bei der anschließenden Aktion nahm er sich an einem Hollywood-Film ein Beispiel.

Ein Abgeordneter aus Taiwan hat im Parlament Gas versprüht. Grund war seine Wut über einen geplanten Waffendeal in Millairdenhöhe mit den Vereinigten Staaten, über den Li Ao zuvor mit Kollegen gestritten hatte. Danach setzte er eine Gasmaske auf und setzte die Subtanz frei.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die anderen Abgeordneten sich Taschentücher vor das Gesicht hielten und vor dem Gas flüchteten. Den Kommentatoren zufolge soll die Substanz auch Tränengas enthalten haben.

Taiwan will Patriot-Raketen und U-Boote im Wert von 16 Milliarden Dollar von den USA kaufen. Dagegen hatte Li protestiert. Er trug am Dienstag eine Maske, die eine Figur aus dem Film «V wie Vendetta» zeigte. In dem Film plant die Figur, das britische Parlament in die Luft zu sprengen.

Zwei Jahre Streit
Um den Waffenkauf wird im taiwanischen Parlament, in dem die Opposition über eine knappe Mehrheit verfügt, schon seit zwei Jahren gestritten. Die größte Oppositionspartei der Nationalisten hatte in der vergangenen Woche zugestimmt, zumindest eine Diskussion über das Geschäft im zuständigen Ausschuss zuzulassen. Am Montag änderte sie jedoch ihre Haltung erneut und setzte die Diskussion aus.

Li bewirbt sich um das Bürgermeisteramt in Taipeh, allerdings wird ihm für die Wahl im Dezember keine Chance eingeräumt. (nz)