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USA wollen Weltall allein beherrschen

18. Okt 2006 16:12
US-Präsident Bush
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Die USA planen, ihren Gegnern den Zugang zum Weltraum zu verwehren. Abgelehnt werden auch alle Rüstungsabkommen, die die Bewegungsfreiheit des Landes im All beschränken würden.

Mit einer neuen Weltraum-Doktrin wollen die USA ihre Interessen im All schützen. Laut von Präsident George W. Bush unterzeichneten Programm sollten Länder, die den USA feindlich gegenüber stehen, keinen Zugang mehr zum Weltall erhalten, berichtete die «Washington Post». In diesem Zusammenhang wollen die USA keine Rüstungskontroll-Abkommen akzeptieren, die diesen Interessen zuwiderlaufen würden.

Erste Neuformulierung seit zehn Jahren

«Der Handlungsspielraum im All ist für die Vereinigten Staaten genauso wichtig wie zur See und auf dem Land», heißt es in dem Papier zur «Nationalen Weltraum-Politik», die zum ersten Mal seit zehn Jahren umfassend neu formuliert wurde.

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Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Frederick Jones, sagte dazu, die Überarbeitung gehe von der Voraussetzung aus, dass der Weltraum für die amerikanische Wirtschaft und die innere Sicherheit stetig an Bedeutung gewonnen habe. Das Militär sei immer stärker auf Satelliten-Kommunikation und - Navigation angewiesen, ebenso wie beispielsweise Mobilfunkbetreiber.

Experten befürchten neue Kriegsführung

Ein hoher Regierungsbeamter sagte der Zeitung, die neue Weltraum-Doktrin habe nicht zum Ziel, Waffensysteme für das Weltall zu entwickeln oder dort zu installieren. Kritiker der Regierung befürchten jedoch, dass das Papier das internationale Misstrauen gegenüber den USA verstärken könnte.

Die neue Politik «stößt die Tür zu einer Strategie zur Kriegsführung im All ein bisschen weiter auf», sagte die Chefin des Zentrums für Verteidigungsinformation in Washington, Therese Hitchens. Laut der «Washington Post» war die neue Politik bereits am 6. Oktober öffentlich gemacht worden. Die breite Öffentlichkeit sei aber nicht informiert worden. (nz)

 
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