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US-Ministerium vermisst mehr als 1000 Laptops

25. Sep 2006 15:24
Mann mit Laptop auf Reisen. Den Mitarbeitern des US-Handelsministeriums gehen häufig Notebooks mit persönlichen Bürgerinformationen verloren.
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Innerhalb von fünf Jahren sind laut einer Untersuchung mehr als 1000 Notebooks aus dem amerikanischen Handelsministerium verschwunden. Viele davon enthielten Daten amerikanischer Bürger.

Dem US-Handelsministerium und den dazugehörigen Abteilungen sind in den vergangenen fünf Jahren mehr als 1000 Laptops abhanden gekommen, auf denen teilweise nur unzureichend geschützte Daten von US-Bürgern gespeichert waren. Auf Anfrage des Kongresses und öffentlicher Nachfragen hat das amerikanische Handelsministerium den Bestand der rund 30.000 Laptops überprüft, die im Jahre 2001 bei einer Inventur aufgenommen wurden.

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Die Untersuchung ergab nun, dass 1137 der Laptops gestohlen wurden oder verloren gingen. Von diesen enthielten 249 personenspezifische Bürgerinformationen, die durch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen geschützt waren, manche durch Passwörter, andere durch Verschlüsselung.

Carlos Gutierrez vom Handelsministerium sagte US-Medien, der Verlust an Computern sei zwar hoch, aber der Missbrauch von Daten sei unwahrscheinlich. «Uns ist kein Fall bekannt indem persönliche Informationen unrechtmäßig genutzt wurden. Trotzdem bedauern wir die Verluste und halten die hohe Anzahl derer für inakzeptabel. Die Nachforschungen haben ergeben, dass der Inventar-Diebstahl schon Jahre andauert.»

Das US-Handelsministerium reagierte mit dieser Aussage auf eine Anfrage des Vorsitzenden eines Kontrollgremiums der US-Regierung, Tom Davis, die Ministerien sollten derartige Daten offen legen. Alle Ministerien haben geantwortet, außer das Verteidigungs-, Gesundheits- und Finanzministerium, der Heimatschutz antwortete nur teilweise.

Sorgloser Umgang mit Daten

David Marin, einer der Leiter des investigierenden Gremiums, sagte dem US-Magazin «Covernment Executive» in seiner Online-Ausgabe: «Am schockierendsten ist es, dass die Öffentlichkeit von diesen Verlusten überhaupt nichts erfahren hätte, wenn wir nicht speziell solche Informationen eingefordert hätten. Warum wird nicht automatisch Inventur gemacht?»

Davis hat einen Gesetzesentwurf vorgeschlagen, der bestimmte Regeln im Falle eines Verlusts von Datenträgern vorsieht. Auch der Minderheitenführer des US-Senats, Harry Reid, prangert den angesichts soviel verlorener oder gestohlener Datenträger den verantwortungslosen Umgang der Bush-Administration mit persönlichen Daten an. «Es gibt viel Gerede der Regierung über Identitätsklau, aber auf der anderen Seite zeigt sie sich vollkommen ignorant gegenüber der Sicherheit der Daten ihrer Bürger.»

Bereits Anfang des Monats sorgte das Verschwinden eines PCs aus der amerikanischen Veteranenbehörde in den USA für Aufregung, da darauf die Daten von 38.000 ehemaligen Mitarbeitern der US-Streitkräfte gespeichert waren. (nz)

 
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