US-Ministerium vermisst mehr als 1000 Laptops
25.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Carlos Gutierrez vom Handelsministerium sagte US-Medien, der Verlust an Computern sei zwar hoch, aber der Missbrauch von Daten sei unwahrscheinlich. «Uns ist kein Fall bekannt indem persönliche Informationen unrechtmäßig genutzt wurden. Trotzdem bedauern wir die Verluste und halten die hohe Anzahl derer für inakzeptabel. Die Nachforschungen haben ergeben, dass der Inventar-Diebstahl schon Jahre andauert.»
Das US-Handelsministerium reagierte mit dieser Aussage auf eine Anfrage des Vorsitzenden eines Kontrollgremiums der US-Regierung, Tom Davis, die Ministerien sollten derartige Daten offen legen. Alle Ministerien haben geantwortet, außer das Verteidigungs-, Gesundheits- und Finanzministerium, der Heimatschutz antwortete nur teilweise.
Davis hat einen Gesetzesentwurf vorgeschlagen, der bestimmte Regeln im Falle eines Verlusts von Datenträgern vorsieht. Auch der Minderheitenführer des US-Senats, Harry Reid, prangert den angesichts soviel verlorener oder gestohlener Datenträger den verantwortungslosen Umgang der Bush-Administration mit persönlichen Daten an. «Es gibt viel Gerede der Regierung über Identitätsklau, aber auf der anderen Seite zeigt sie sich vollkommen ignorant gegenüber der Sicherheit der Daten ihrer Bürger.»
Bereits Anfang des Monats sorgte das Verschwinden eines PCs aus der amerikanischen Veteranenbehörde in den USA für Aufregung, da darauf die Daten von 38.000 ehemaligen Mitarbeitern der US-Streitkräfte gespeichert waren. (nz)

