China droht Norwegen wegen Nobelpreisvergabe
22.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die 1947 geborene frühere Volkskongressabgeordnete wurde 1999 wegen ihres Einsatzes für die uigurische Minderheit, der sie angehört, zu acht Jahren Haft verurteilt und 2004 vorzeitig entlassen. Der Staatssekretär im Osloer Außenministerium, Raymond Johansen, nannte die chinesischen Drohungen «völlig inakzeptabel» und «ungehörig». Das Nobelkomitee sei völlig unabhängig von Regierungsstellen.
Die Pekinger Führung hatte bei der Vergabe des Preises 1989 an den Dalai Lama als geistliches und politisches Oberhaupt der Tibeter in China heftig protestiert. In den folgenden Jahren wurde Oslo mehrfach vor einer Vergabe an die Dissidenten Wang Dan und Wei Jingsheng gewarnt. (nz)

