netzeitung.deIran sieht Missverständnisse mit EU ausgeräumt

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Irans Unterhändler Laridschani (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Irans Unterhändler Laridschani
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Bei den Atomgesprächen in Wien sind sich EU und Iran offenbar näher gekommen. Dennoch scheinen die Aussichten auf einen Durchbruch weiterhin gering. Thema: Atomstreit mit Iran Iran sieht «Fortschritte» nach Gespräch mit Solana Ahmadinedschad will Visum für USA Israelischer Minister will Angriff auf den Iran

Der EU-Außenbeauftragten Javier Solana und dem iranischen Unterhändler Ali Laridschani haben sich nach ihrem Beratungen über den Atomstreit zuversichtlich gezeigt.

«Viele Missverständnisse wurden ausgeräumt», sagte Laridschani nach sechsstündigen Gesprächen am Sonntag in Wien. Solana sagte, die «Bemühungen waren es wert». Beide Seite wollen in der nächsten Wochen erneut miteinander über eine Lösung des Konflikts sprechen.

Iran besteht auf Urananreicherung
Ein Durchbruch ist nach den jüngsten Äußerungen der Führung in Teheran allerdings kaum zu erwarten. Der iranische Außenamtssprecher Hamid Resa Assefi bekräftigte am Sonntag, das Land werde die Forderung der Staatengemeinschaft nach einem Stopp der Urananreicherung nicht erfüllen.

Der Iran sei bereit, mit der Europäischen Union sowie mit den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats und Deutschland zu verhandeln, sagte Assefi in Teheran. Die Forderung nach Aussetzung der Urananreicherung sei jedoch ein Thema der Vergangenheit, das nicht mehr zur Debatte stehe.

Das Angebot der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands an Teheran sieht politische und wirtschaftlich Anreize vor, wenn der Iran auf die eigene Anreicherung von Uran verzichtet. Die Antwort der iranischen Regierung vom 22. August wurde bislang vertraulich behandelt. Die USA und ihre Verbündeten bezeichneten sie als unbefriedigend. Ein Ultimatum an den Iran zur Einstellung der Urananreicherung lief am 31. August aus. (nz)