28.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Das britische Außenministerium hat auf Anschläge in der Türkei mit deutlichen Reisewarnungen reagiert. Dort seien derzeit Terrorgruppen aktiv, warnt die Regierung.
Nach den jüngsten Explosionen in türkischen Touristenorten hat das Londoner Außenministerium vor einer erhöhten Terrorgefahr in der Türkei gewarnt.
«Wir glauben, dass internationale und inländische Terrorgruppen derzeit in der Türkei aktiv sind», hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung des britischen Außenministeriums. «Weitere Angriffe, auch in Touristengebieten, könnten folgen.»
Das Auswärtige Amt in Deutschland aktualisierte seine Internet-Seite in der Rubrik Sicherheitshinweise um die Orte Marmaris und Antalya. Dort heißt es: «Eine terroristische Gruppierung hat Anschläge auch auf Touristenzentren angedroht. Die Sicherheitsvorkehrungen sind im ganzen Land auf hohem Niveau. Dennoch können weitere Vorfälle, insbesondere in Großstädten und Touristenzentren, nicht ausgeschlossen werden. Reisenden in der Türkei wird daher besondere Vorsicht empfohlen.»
Reisewarnung nicht ausgeschlossenOb daraus eine ausgesprochene Reisewarnung werden müsse, werde sich in der kommenden Zeit zeigen, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. «Wir müssen abwarten, welche Informationen und über die Tatsache der Anschläge hinaus geliefert werden.»
In der Nacht zu Montag war ein Anschlag auf einen mit britischen Touristen besetzten Bus im türkischen Badeort Marmaris verübt worden. Am Montag starben nach Angaben des türkischen Nachrichtensenders NTV nach einer Explosion im Zentrum der südtürkischen Stadt Antalya mindestens zwei Menschen, fünf Menschen seien verletzt worden.
Die Polizei hat die Sicherheitsvorkehrungen in Antalya verschärft und Mülleimer in der Stadt entfernen lassen. Außerhalb von Marmaris wurden mehrere Straßenkontrollstellen errichtet. (nz)