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Chávez stellt sich bedingungslos an Irans Seite

29. Jul 2006 16:29, ergänzt 18:05
Der venezolanische Präsident Chávez am Samstag in Teheran
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Der venezolanische Präsident Chávez und der iranische Präsident Ahmadinedschad haben sich bei einem Treffen in Teheran gegenseitig als «Brüder» bezeichnet. Für Aufsehen sorgt auch ein Holocaust-Vergleich von Chávez.

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez und der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad haben auf einer Pressekonferenz am Samstag in Teheran ihre gemeinsame Gegnerschaft gegen die USA hervorgehoben. Chávez war am selben Tag zu einem zweitägigen Besuch im Iran eingetroffen. Er ist wegen seiner scharfen Kritik an den USA und Präsident George W. Bush in Teheran ein gern gesehener Gast.

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Zudem hatte er sich positiv über das umstrittene iranische Atomprogramm geäußert. Beide Präsidenten bezeichneten sich gegenseitig als «Brüder». Venezuela werde «unter welchen Umständen auch immer» stets an der Seite Teherans stehen. Gemeinsam könne man den «Imperialismus» der USA besiegen.

Neben politischen Gesprächen auch mit den Ex-Präsidenten Mohammed Chatami und Akbar Haschemi Rafsandschani geht es bei den Treffen auch um Absprachen über die Haltung der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) sowie den Abschluss mehrerer Abkommen im Energiebereich.

Für Aufsehen sorgt indes ein Interview von Chávez mit dem arabischen Fernsehsender Al-Dschasira. Der venezolanische Präsident hat die israelischen Militäroperationen im Libanon darin mit der Vernichtung der Juden durch Adolf Hitler verglichen. «Israel verübt an den Libanesen die selben Handlungen, wie sie Hitler an den Juden verübt hat - die Ermordung von Kindern und Hunderten unschuldigen Zivilisten», sagte Chávez am Samstag Al-Dschasira.

Zuvor war Chávez in Russland und davor in Weißrussland, wo er sich in Minsk mit dem international isolierten Präsidenten Alexander Lukaschenko getroffen hatte. In beiden Staaten hatte Chávez Verträge über umfangreiche Waffenkäufe unterzeichnet. (nz)

 
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