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Hakenkreuze in Ex-Juden-Ghetto in Rom

11. Jul 2006 16:36
Innenminister Giuliano Amato
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Während Fußballfans in Rom den WM-Sieg feierten, sind im früheren jüdischen Viertel rechtsextreme Schmierereien aufgetaucht. Innenminister Amato verurteilte die Tat.

Im früheren jüdischen Ghetto in Rom sind Hakenkreuz-Schmierereien entdeckt worden. Wie die Zeitung «La Repubblica» berichtete, gehen die Behörden davon aus, dass die Tat während der Feiern zum italienischen WM-Sieg begangen wurde.

Die Schmierereien befanden sich an Gebäuden nahe der Synagoge, unter anderem am Eingang zu einem koscheren Restaurant.

Amato: Schäme mich als Italiener

Innenminister Giuliano Amato besuchte am Dienstag das Gotteshaus und verurteilte den Vorfall. «Als Italiener schäme ich mich und als Innenminister muss ich mir Sorgen darum machen, wie der jüdischen Gemeinde Sicherheit und Ruhe garantiert werden kann», wurde er zitiert.

Der Oberrabbiner von Rom, Riccardo Di Segni, hob die guten Beziehungen zwischen dem italienischen Staat und der jüdischen Gemeinde der Stadt hervor. Dennoch müsse der Vorfall als Alarmzeichen gesehen werden.

In jüngster Zeit habe es mehrere antisemitische Vorfälle gegeben, sagte der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Roms, Leone Paserman. Er bezog sich damit auf Spruchbänder in Stadien und Schmierereien auf Wänden. Zu tätlichen Übergriffen wie in anderen Ländern sei es glücklicherweise aber nicht gekommen. (nz)

 
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