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Niederlage für Walfang-Gegner: 

«Großer Rückschlag für Walfanggegner»

19. Jun 2006 08:16
Walfang
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Die Walfangnationen um Japan und Norwegen sind ihrem Ziel der Kommerzialisierung des Walfangs einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Bei einer Abstimmung über das Thema erzielten sie einen ersten Erfolg.

Die Gegner des Walfangs haben erstmals seit Jahren eine empfindliche Niederlage in der Internationalen Walfangkommission (IWC) erlitten. Mit der knappen Mehrheit von 33 zu 32 stimmten die Delegierten am Sonntag auf der IWC-Jahrestagung für eine Resolution, in der die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs gefordert wird. Die knappe Mehrheit reicht allerdings nicht aus, um das seit 1986 geltende Moratorium zu kippen. Dafür wäre eine Drei-Viertel-Mehrheit notwendig.

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Die Abstimmung markiert nach Einschätzung von Beobachtern dennoch eine bedeutende Machtverschiebung zugunsten der Befürworter des kommerziellen Walfangs. «Es ist der erste große Rückschlag für die Walfanggegner seit Jahren. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das kommerzielle Fangverbot fällt», sagte ein Sprecher der japanischen Delegation, Glenn Inwood. Japan zählt zu den entschiedensten Befürwortern des Walfangs.

Norwegen lässt Verbot unbeeindruckt

Die Resolution wurde von sechs karibischen Staaten eingebracht und von den wichtigen Walfangbefürwortern Japan, Norwegen, Island und Russland mitunterzeichnet. In der Entschließung heißt es, das Moratorium für den kommerziellen Walfang sei nicht mehr länger nötig.

Der kommerzielle Walfang ist seit dem vor zwei Jahrzehnten verhängten weltweiten Moratorium größtenteils verboten. Norwegen setzt sich offen über das Verbot hinweg, Japan und Island töten Wale und berufen sich dabei auf Forschungszwecke. Kritiker halten das Argument für vorgeschoben. Die fünftägige Jahrestagung der IWC in Frigate Bay auf St. Kitts dauert noch bis Dienstag.

Jagd auf Zwergwale

Begonnen hatte die Tagung in dem Karibikstaat mit mehreren Abstimmungsniederlagen der Befürworter des Walfangs. Die Delegationen lehnten am Freitag mit 32 gegen 30 Stimmen die Wiederzulassung der Jagd auf Delfine und Schweinswale ab. Bei der zweiten Abstimmung wurde mit 33 gegen 30 Stimmen der japanische Antrag abgelehnt, künftige Entscheidungen in geheimer Abstimmung zu treffen. Am Samstag fiel der Antrag durch, Fischern im japanischen Küstenort Taiji die Jagd auf Zwergwale zu gestatten. (nz)

 
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