netzeitung.deBush-Berater Rove kommt nicht vor Gericht

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George W. Bush und Karl Rove (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe George W. Bush und Karl Rove
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Die Affäre um die Enttarnung einer CIA-Agentin muss Bushs engsten Berater Rove nicht sorgen. Er wird nicht angeklagt.

Der Spitzenberater von US-Präsident George W. Bush, Karl Rove, ist einer Anklage in der Affäre um die Enttarnung einer CIA-Agentin entgangen. Sonderermittler Patrick Fitzgerald habe ihn darüber informiert, dass er Rove nicht anklagen werde, sagte Roves Anwalt am Dienstag.

Rove, der die beiden Präsidentschaftswahlkämpfe Bushs organisiert hat, gilt als einer der engsten Vertrauten des Präsidenten. Er ist derzeit einer von drei Vizestabschefs im Weißen Haus. Im Zuge der jüngsten Umbildung von Bushs Stab gab er die Zuständigkeit für die politische Koordination ab und konzentriert sich vor der Kongresswahl im Herbst auf den Wahlkampf der republikanischen Partei.

Im Zusammenhang mit der Enttarnung der CIA-Agentin Valerie Plame erhob Sonderermittler Fitzgerald im Oktober vorigen Jahres Anklage gegen den früheren Stabschef von Vizepräsident Dick Cheney, Lewis Libby. Ihm werden Behinderung der Justiz, Falschaussage und Meineid vorgeworfen. Er soll die Bundespolizei FBI und eine Große Anklagekammer darüber belogen haben, wie er von Plames Identität erfuhr und was er davon danach an Journalisten weitergegeben haben soll. Im zentrum der Ermittlungen stand zunächst auch Rove. Die Enttarnung von Geheimdienstbeamten wird in den USA als Straftat gewertet. (nz)