netzeitung.deBush bewertet Irans Reaktion positiv

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George W. Bush (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe George W. Bush
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US-Präsident Bush hat sich im Atomstreit mit Iran vorsichtig optimistisch gezeigt. Jetzt warte er ab, ob die Iraner das Angebot ernst nehmen. Thema: Atomstreit mit Iran Iran sieht «positive Schritte» im Angebot Steinmeier:«Möglicherweise entscheidende Phase» Merkel meint es «absolut ernst» mit Iran

Nach der Zusage des iranischen Atom-Chefunterhändlers Ali Laridischani zu einer gründlichen Prüfung des internationalen Kompromiss- Vorschlags im Atomkonflikt ist die US-Regierung optimistisch. «Das hört sich wie eine positive Reaktion an», sagte US-Präsident George W. Bush. «Wir werden sehen, ob die Iraner unser Angebot ernst nehmen», fügte er hinzu. Bush bekräftigte das Angebot zu direkten Verhandlungen: «Die USA werden sich mit den Iranern an den Tisch setzen, wenn sie die Urananreicherung in nachprüfbarer Weise aussetzen.»

Zuvor hatte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana US- Außenministerin Condoleezza Rice über seine Gespräche bei der Übergabe der Vorschläge in Teheran informiert. Die Gespräche im Iran seien «sehr nützlich und konstruktiv» gewesen, so Solana.

Solana hofft auf schnelle Antwort
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, womöglich seien weitere Missionen Solanas nach Teheran nötig. «Gott sei Dank gibt es jetzt eine Atmosphäre, in der Gespräche vertaulich geführt werden können», sagte er im ZDF-«Morgenmagazin».

Auch von Seiten Irans waren die Äußerungen zunächst positiv. Laridschani und der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki sagten, die Vorschläge enthielten einige positive Aspekte. Allerdings gebe es auch Unklarheiten, sagte Laridschani. Die Iraner kündigten eine gründliche Prüfung an, erst dann werde Teheran antworten. Solana sagte, er hoffe auf eine Antwort in den kommenden Tagen. Der Prozess sei in einer «delikaten Phase».

Treffen mit Merkel
Das Kompromissangebot der fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschlands sieht Anreize für eine Kooperation vor, um den Iran zum Aussetzen seiner Urananreicherung zu bewegen, aber auch mögliche Sanktionen. Einzelheiten wurden offiziell nicht mitgeteilt.

Solana flog von Teheran nach Berlin weiter. Er trifft an diesem Mittwoch in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Die Kanzlerin und Frankreichs Staatschef Jacques Chirac appellierten am Dienstag an Teheran, auf das Angebot einzugehen. «Wir meinen es absolut ernst, wir hoffen auf eine positive Reaktion», sagte Merkel nach einem Treffen mit Chirac im brandenburgischen Rheinsberg. (nz)