19.05.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ex-Premier Ecevit
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nach einer Hirnoperation ist der Zustand des früheren türkischen Regierungschefs Ecevit ernst. Er wurde ins künstliche Koma versetzt.
Der ehemalige türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit hat sich wegen innerer Blutungen einer Hirnoperation unterziehen müssen. Nach dem Eingriff wurde er in ein künstliches Koma versetzt, wie türkische Medien berichten.
Der 80-Jährige sei in der Nacht ins Militärkrankenhaus von Ankara eingeliefert worden, hieß es. Die Operation habe mehr als vier Stunden gedauert. Die Nachrichtenagentur Anadolu hatte gemeldet, der frühere Regierungschef habe einen Schlaganfall erlitten. Sein Zustand sei ernst. Ein Sprecher der Demokratischen Linkspartei, deren Ehrenvorsitzender Ecevit ist, bezeichnete die Operation allerdings als erfolgreich.
Ecevit, Vorgänger des derzeitigen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan, hatte fast 50 Jahre lang eine wichtige Rolle in der türkischen Politik gespielt. Am Vortag hatte er an der Trauerfeier für einen Richter des obersten türkischen Verwaltungsgerichts teilgenommen, der bei einem Attentat erschossen worden war. Insgesamt war Ecevit fünf Mal Ministerpräsident. (nz)