Israel droht Teheran mit Zerstörung
Am Montag hatte das iranische Außenministerium mitgeteilt, Ahmadinedscha habe einen einen Brief an US-Präsident George W. Bush geschrieben. Das Schreiben sei über die Schweizer Botschaft in Teheran nach Washington gegangen. Aus dem Weißen Haus hieß es, die US-Regierung habe bisher keine Kenntnis von einem solchen Brief.
Was in dem Schreiben Ahmadinedschads steht, wollte das Teheraner Außenministerium zunächst nicht mitteilen. Es hieß lediglich, der Präsident habe neue Vorschläge gemacht, um den schwelenden Konflikt zu lösen. Der Inhalt des Briefs werde «zu gegebener Zeit» veröffentlicht, sagte der iranische Außenamtssprecher Hamid-Resa Assefi. Die USA hatten ihre Beziehungen zum Iran 1980 nach der Geiselnahme in ihrer Teheraner Botschaft abgebrochen.
Bushs Sicherheitsberater Stephen Hadley erklärte im Fernsehsender NBC, er wisse nichts von einem solchen Schreiben. Zugleich bekräftigte der Berater die amerikanische Position im Streit um das iranische Atomprogramm. Der Iran müsse seine «Aktivitäten zur Anreicherung (von Uran) aussetzen, um die Tür zu einer diplomatischen Lösung zu öffnen».
Der iranische Chefunterhändler für das Atomprogramm, Ali Laridschani, traf am Montag zu Gesprächen mit der türkischen Regierung in Ankara ein. Er betonte die engen Beziehungen seines Landes zur Türkei. Daraus ergäben sich «gemeinsame Bedrohungen und Interessen», sagte Laridschani. Bislang hat die türkische Regierung den Iran stets zu mehr «Transparenz» hinsichtlich seines umstrittenen Atomprogramms aufgefordert. (nz)

