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Lupe Südkorea hat erstmals eine Ministerpräsidentin

Die wegen ihres Einsatzes für die Rechte von Frauen anerkannte Politikerin Han ist Südkoreas erste Ministerpräsidentin geworden. Sie musste sich dafür einer zweitägigen Befragung stellen.

Erstmals in der Geschichte Südkoreas übernimmt eine Frau das Amt des Ministerpräsidenten. Das Parlament in Seoul erteilte am Mittwoch mit 182 zu 77 Stimmen die Zustimmung zur Amtseinsetzung der Abgeordneten Han Myung Sook von der regierenden Partei Uri.

Die 61-jährige frühere Ministerin hatte sich zuvor einer zweitägigen Befragung durch das Parlament unterziehen müssen. Dabei ging es um ihre Tauglichkeit als Regierungschefin. Mit Han gibt es derzeit weltweit zwölf Frauen, die als Regierungschefinnen oder Staatspräsidentinnen tätig sind.

Die Zustimmung für Han, die wegen ihres Einsatzes für die Rechte der Frauen großen Respekt genießt, wurde allgemein erwartet. Sie hatte sich unter dem früheren autoritären Regime in Südkorea aktiv für die Demokratie eingesetzt. 2001 wurde sie erste Ministerin für Gleichstellung der Geschlechter. Zwischen 2003 und 2004 war sie unter Roh auch Umweltministerin.

Die als moderat geltende Politikerin war vor knapp vier Wochen von Staatspräsident Roh Moo Hyun nominiert worden. Sie tritt die Nachfolge von Ex-Regierungschef Lee Hae Chan an.

Dieser war zurückgetreten, da er wegen einer Golfpartie scharf kritisiert worden war. Am selben Tag der Partie hatte ein Eisenbahnerstreik begonnen. (nz)