Verwünschungen aus Teheran: Sollen sie an ihrem «Ärger sterben»:
Ahmadinedschad wünscht Kritikern den Tod
Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde sieht dagegen trotz der jüngsten Entwicklungen gute Chancen auf eine diplomatische Lösung. «Die Zeit für eine politische Lösung ist gut und der Weg sind Verhandlungen», sagte El Baradei nach seiner Ankunft am Mittwochabend. Er hoffe, dass der Iran die Forderungen der Staatengemeinschaft erfülle.
Auch China schaltete sich in den Konflikt ein: Die Regierung werde am Freitag einen Sonderbotschafter in den Iran und nach Russland entsenden, teilte das Außenministerium in Peking mit. Der Besuch werde bis zum kommenden Dienstag dauern. Die Regierung hoffe auf eine Lösung durch Dialog und Diplomatie.
Die französische Regierung kündigte eine harte Linie im UN-Sicherheitsrat an, sollte der Iran die Forderungen der internationalen Gemeinschaft nicht erfüllen. In dem Fall werde das UN-Gremium seiner Verantwortung gerecht werden und die «notwendigen Maßnahmen» ergreifen, kündigte Außenminister Philippe Douste-Blazy im RTL-Radio an.
Ahmadinedschad hatte am Dienstag gesagt, iranische Wissenschaftler hätten erstmals erfolgreich Uran für die Herstellung von Kernbrennstoff angereichert. Am Mittwoch hatte die iranische Regierung angekündigt, die gerade begonnene Urananreicherung noch erheblich auszuweiten. Dabei sollen nach Angaben der Atombehörde bis zu 54.000 Zentrifugen zum Einsatz kommen. (nz)

