07.04.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Auschwitz
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Plan der polnischen Regierung, Auschwitz umzubenennen, ist beim Jüdischen Weltkongress auf Widerstand gestoßen. Damit werde versucht, Geschichte neu zu definieren.
Der Jüdische Weltkongress hat den Vorstoß der polnischen Regierung zur Umbenennung von Auschwitz heftig kritisiert. Polen versuche, «die Geschichte neu zu definieren», sagte Maram Stern, der stellvertretende Generalsekretär der Organisation. Polen hat bei der Weltkulturorganisation Unesco beantragt, den offiziellen Namen von Auschwitz auf der Liste des Weltkulturerbes in «ehemaliges deutsches Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau» zu ändern.
Der Hintergrund ist die Häufung fehlerhafter Medienberichte, in denen Auschwitz und andere nationalsozialistische Vernichtungslager wegen ihrer geographischen Lage als «polnische Konzentrationslager» bezeichnet wurden. Das Camp sei zwar von deutschen Nazis gebaut worden, hielt Stern dagegen, aber jeder in der Gegend wusste von ihrer Existenz. Die Geschichte von Auschwitz kann nicht von der Polens getrennt werden.
Das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz- Birkenau, seit 1979 auf der UNESCO-Liste, gilt weltweit als Synonym für den Holocaust. Die Nationalsozialisten ermordeten dort bis zu 1,3 Millionen Menschen, die meisten von ihnen Juden. (nz)