Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

EU plant Sanktionen gegen Weißrussland: 

EU plant Sanktionen gegen Weißrussland

20. Mrz 2006 11:30, ergänzt 13:40
Benita Ferrero-Waldner
Bild vergrößern
Außenkommissarin Ferrero-Waldner rechnet damit, dass die EU nach der Wahl in Weißrussland Sanktionen gegen das autoritäre Regime beschließt. Die EU-Ratsvorsitzende Plassnik beklagt ein «Klima der Einschüchterung» in dem Land.

Als Reaktion auf die Wahl in Weißrussland bereitet die Europäische Union Sanktionen gegen die Regierung von Präsident Alexander Lukaschenko vor. «Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir entschlossen handeln werden», sagte EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner am Montag am Rande des EU-Außenministertreffens in Brüssel.

Mehr in der Netzeitung:
Die amtierende EU-Ratsvorsitzende und österreichische Außenministerin Ursula Plassnik hatte zuvor ein «Klima der Einschüchterung» in dem Land beklagt. Dies sei Besorgnis erregend, sagte sie. Plassnik verwies darauf, dass die EU den Umgang mit der weißrussischen Opposition bereits mehrfach kritisiert habe. Darüber würden die Minister beraten - auch darüber, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind.

Vor einer Reaktion müsse aber der Bericht der Wahlbeobachter abgewartet werden, sagte Plassnik. Auch der tschechische Außenminister Cyril Svoboda betonte bei seiner Ankunft in Brüssel: «Die Wahlen waren unfair und undemokratisch.» Für einen Beschluss über weitere Sanktionen sei es aber zu früh. Die EU-Kommission hatte der Regierung bereits vor der Wahl vom Sonntag mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte die Abstimmung nicht frei und fair verlaufen.

82,6 Prozent für Lukaschenko

Bei der Wahl vom Sonntag erhielt Amtsinhaber Alexander Lukaschenko nach offiziellen Angaben 82,6 Prozent der Stimmen. Er steht damit vor seiner dritten Amtszeit. Der wichtigste Kandidat der Opposition, Alexander Milinkewitsch, kam auf sechs Prozent. Die Wahlbeteiligung wurde mit 92,6 Prozent angegeben.

Demonstrationen in Minsk

Rund 10.000 Menschen demonstrierten am Sonntagabend in Minsk friedlich gegen den Verlauf der Abstimmung und warfen der Regierung Wahlbetrug vor. Wie die «Washington Post» berichtet, riefen die meist jugendlichen Demonstranten «Mi-lin-ke-witsch» und «Lang lebe Weißrussland». Gelegentlich hätten sie auch das Wort «Schande» gerufen - immer dann, wenn das Bild von Lukaschenko auf einem Monitor auf dem Platz erschien.

Milinkewitsch rief seine Anhänger dazu auf, am Montag auf den Platz zurückzukehren, um das Wahlergebnis weiter infrage zu stellen. «Wir fordern neue, ehrliche Wahlen», sagte er. «Das war eine einzige Farce». (nz)

 
DruckenVersenden
  • Bookmark:
  • Mister Wong Webnews Yigg Linkarena Google My Space Del.icio.us Oneview Facebook Twitter
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Justizministerium bestätigt bestialische Attacken: 
Häftling in sächsischem Jugendgefängnis gefoltert
Parteitag in Hamburg: 
Piratenpartei will Bundestag entern
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Aus anderen Ressorts
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
  •  Berlin 21°
  •  Hamburg 16°
  •  Köln 21°
  •  Frankfurt 23°
  •  Stuttgart 18°
  •  München 18°
Anzeigen:
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2009 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.