07. Feb 2006 12:30, ergänzt 12:54
In einem internationalen Wettbewerb will die größte iranische Zeitung Holocaust-Karikaturen prämieren. Damit solle das westliche Verständnis von Pressefreiheit auf die Probe gestellt werden, hieß es.
Die größte Zeitung Irans hat einen Karikaturen-Wettbewerb ausgeschrieben. Darin soll es – als Reaktion auf die Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen – um den Holocaust gehen, wie der arabische Sender Al Dschasira berichtet. «Das ist ein internationaler Wettbewerb über den Holocaust», zitiert der Sender Farid Mortazavi, Grafik-Chef der konservativen Zeitung «Hamshari».Mit dem Wettbewerb will Mortazavi herausfinden, ob die Europäer beleidigendes Material im Namen der Pressefreiheit abdrucken würden. «Die westlichen Zeitungen haben die gotteslästerlichen Karikaturen unter dem Deckmantel der Pressefreiheit gedruckt», sagte Mortazavi. «Wir wollen mal herausfinden, ob sie zu dem stehen, was sie sagen und auch die Holocaust-Karikaturen drucken.»
Wie Mortazavi weiter sagte, hätten Privatleute Goldmünzen für die besten zwölf Karikaturen ausgelobt - eine Anspielung auf die zwölf Karikaturen, die in der dänischen Zeitung «Jyllands Posten» abgedruckt worden waren.
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte immer wieder den Holocaust geleugnet. (nz)