Hunderttausende Iraner haben nach dem Freitagsgebet in der Hauptstadt Teheran und anderen iranischen Städten gegen die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed in europäischen Zeitungen protestiert. In Teheran gingen mehrere tausend Menschen auf die Straße. Sie skandierten Slogans wie «Diese Beleidigung bleibt nicht ohne Antwort» sowie «Tod Amerika» und «Tod Israel».Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte, wenn Muslime derartige Beleidigungen ignorierten, würden die anti-islamische Bewegungen noch weiter um sich greifen. Der frühere Präsident und nach wie vor einflussreiche Politiker Ali Haschemi Rafsandschani bezeichnete die Karikaturen beim Freitagsgebet in Teheran als «organisierte Strategie gegen die Muslime».
Er fügte hinzu: «Das war ein sehr hässlicher Schritt einiger Zeitungen.» Damit würden 1,6 Milliarden Muslime weltweit beleidigt. Die Zeichnungen waren vor vier Monaten zuerst in der dänischen Zeitung «Jyllands-Posten» veröffentlicht worden und sind seither auch von mehreren europäischen Zeitungen gedruckt worden.