netzeitung.deFBI überwachte Umweltschützer und Katholiken

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Verdächtig: Greenpeace-Aktivisten (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Verdächtig: Greenpeace-Aktivisten
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Umweltschützer, Tierfreunde und Veganer sind dem Geheimdienst der USA höchst suspekt. FBI-Agenten haben Berichten zufolge zahlreiche Interessengruppen überwachen lassen.

Der US-Geheimdienst FBI hat insgesamt 150 Interessengruppen überwachen und ausspionieren lassen. Das berichtet die «Ney York Times» unter Bezug auf ihr vorliegende FBI-Akten, deren Herausgabe die Amerikanische Bürgerrechts-Union ACLU erstritten hatte.

Bei den bespitzelten Gruppen handelt es sich unter anderem um die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Tierschutzorganisation Peta. Die Dokumente belegen, dass das FBI Informanten bei Greenpeace nutzte, um von etwaigen kriminellen Handlungen zu erfahren. Außerdem hätten die Ermittler nach Finanzverbindungen zu den militanten Animal Liberation Front gesucht.

Eines der Dokumente beschreibt auch Überwachungsmaßnahmen eines so genannten «Veganer-Gemeinschaftsprojektes». Ein anderes berichtet über die «semi-kommunistische Ideologie» der Katholischen Arbeiter. Diese Gruppe setzt sich unter anderem für die Armutsbekämpfung ein.

FBI: Hinweise auf Verbrechen
Das FBI begründete die Maßnahmen der Zeitung gegenüber mit dem Schutz vor Gewalttaten. Die Aktivitäten der Gruppen hätten keine Rolle gespielt. Stattdessen sei man berechtigten Hinweisen auf Verbrechen oder Gewalt bei öffentlichen Protesten nachgegangen.

Viele der ausgehändigten Dokumente sind laut «New York Times» so sehr verändert worden, dass aus ihnen nicht mehr alle Zusammenhänge der Überwachungsmaßnahmen hervorgehen. (nz)