25. Sep 2005 09:08
Bei der größten Demonstration gegen die Irak-Politik der US-Regierung seit Jahren sind in Washington 100.000 Menschen auf die Straße gegangen. Auch in anderen Städten wurde demonstriert.
An einem Friedenskonzert am Denkmal für George Washington nahm auch Folksängerin Joan Baez teil, die als Ikone der Protestbewegung gegen den Vietnam-Krieg gilt. Höhepunkt der Kundgebung war der Auftritt von Cindy Sheehan, deren 24-jähriger Sohn im Irak ums Leben kam und die der Friedensbewegung in diesem Jahr mit einer 26-tägigen Mahnwache vor der Ranch von US-Präsident George W. Bush in Texas neuen Schwung verliehen hat.«Schämt euch», rief Sheehan den Mitgliedern des Kongresses zu, die die Politik der Regierung unterstützen. «Wie viele Kinder von anderen Leuten wollt ihr noch opfern?» Auch in anderen Städten der USA folgten tausende dem Aufruf zu Protestmärschen. In Los Angeles waren es 15.000, auf Plakaten wurde Bush als Kriegsverbrecher bezeichnet. Weitere Kundgebungen gab es in San Diego, San Francisco und Seattle.
Zuvor hatten am Samstag bereits rund 10.000 Menschen in London für den Abzug der britischen Truppen aus dem Irak demonstriert. In Rom versammelten sich Kriegsgegner mit Friedensfahnen vor der US-Botschaft und legten Blumen zum Gedenken an die Opfer nieder. (nz)