netzeitung.deTausende Tote in New Orleans befürchtet

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Retter bringen Bewohner in Sicherheit (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Retter bringen Bewohner in Sicherheit
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Verwüstungen infolge des Hurrikans «Katrina» im Südosten der USA übertreffen die schlimmsten Befürchtungen. Die traditionsreiche Musikmetropole New Orleans scheint unrettbar. Thema: Hurrikan "Katrina" New Orleans evakuiert «Superdome»-Zuflucht Eine Million Obdachlose nach Hurrikan Ölbohrinseln durch Hurrikan losgerissen Hurrikanopfer: Wir haben alles verloren Deutsche sitzen in Hurrikan-Gebieten fest Größte US-Hilfsaktion wegen «Katrina» Gesamt-Evakuierung von New Orleans geplant Versorgungslage nach Hurrikan sehr schlecht

Die vom Hurrikan «Katrina» getroffenen Stadt New Orleans gilt als verloren. 80 Prozent ihrer Fläche steht unter Wasser, und die Fluten stiegen nach Dammbrüchen weiter an. Bürgermeister Ray Nagin sprach von hunderten, wenn nicht tausenden Toten.

Die Gouverneurin des Staats Louisiana, Kathleen Blanco, ordnete die vollständige Evakuierung der 480.000-Einwohner-Metropole an. Ingenieure der Streitkräfte bemühten sich derweil fieberhaft, zwei gebrochene Dämme zu reparieren.

Die genaue Zahl der Todesopfer in Louisiana war zunächst nicht abzusehen. Nagin zufolge trieben in überfluteten Häusern und Straßen zahlreiche Leichen - «mindestens hunderte, höchstwahrscheinlich mehrere Tausend», sagte er.

Weit über eine Million ohne Strom
Im ebenfalls verwüsteten Nachbarstaat Mississippi wurden mindestens 110 Tote bestätigt, und zwar im Umkreis der Kleinstadt Biloxi. Die dortige Behörde für Zivilverteidigung äußerte jedoch die Befürchtung, dass sich diese Zahl verdoppeln oder verdreifachen könnte.

In Louisiana und Mississippi sowie in Alabama waren weit über eine Million Menschen ohne Strom, viele hatten kein Trinkwasser. Die Regierung in Washington erklärte die Region zum Notstandsgebiet, da die öffentliche Gesundheit massiv bedroht sei.

US-Präsident George W. Bush beriet sich mit seinem Krisenstab von Texas aus in einer Video-Konferenz, bevor er am Mittwoch nach Washington zurückflog. Dabei ging es vor allem um die Anlieferung von Nahrungsmitteln und medizinischen Versorgungsgütern. Aus aller Welt gingen Beileidsbekundungen ebenso wie Hilfsangebote ein. (nz)