Iran will weiter über Atomprogramm reden
22.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Nachfolger Rowhanis wird Ali Laridschani. Der als Hardliner geltende Mann wurde in der vergangenen Wochen vom neuen iranischen Präsident Mahmud Ahmadinedschad ernannt. Ahmadinedschad hatte die Europäer am Sonntag indirekt gewarnt, sein Land könnte die Öl-Lieferungen einschränken.
Die EU hatte Anfang August angeboten, wonach der Iran im Falle eines Verzichts auf die Aufbereitung von Uran Kernbrennstoffe aus dem Ausland erhalten sollte. Teheran hatte das zurückgewiesen, ebenso wie das Angebot einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Bundesaußenminister Joschka Fischer lehnte erneut eine militärische Option im Atomkonflikt mit dem Iran ab. «Das birgt die Gefahr einer durch niemanden zu beherrschenden Eskalation, und deshalb setzen wir auf friedliche Mittel», sagte der Minister auf einer Wahlkampfveranstaltung in Gießen.
Fischer fürchte allerdings auch, dass der Iran nicht nur an ziviler Nutzung der Atomenergie interessiert sei. Ein nuklearer Rüstungswettlauf im sensiblen Mittleren Osten würde zu einer explosiven Situation führen. (nz)

