Schweres Erdbeben erschüttert Japan
16. Aug 2005 07:33, ergänzt 09:28
 |  Hochhäuser in Tokio | Foto: dpa |
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Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,2 hat in Japan das Dach eines Schwimmbades einstürzen lassen. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, in Tokio schwankten die Hochhäuser.
Bei dem schweren Erdbeben im Nordosten Japans sind am Dienstag mindestens 27 Menschen verletzt worden. Die Meteorologen korrigierte die Stärke der Erschütterung auf 7,2 nach oben. Zunächst waren 6,8 geschätzt worden. In der etwa 350 Kilometer von Tokio entfernten Stadt Sendai stürzte das Dach eines Hallenbades ein. Mindestens 36 Menschen wurden dabei verletzt, 14 davon mussten ins Krankenhaus gebracht werden, berichteten Medien. Nach Angaben der Regierung kam durch das Erdbeben niemand ums Leben.
Zwei kleine Flutwellen
Das Seebeben löste zwei kleine Tsunamis aus. Die etwa zehn Zentimeter hohen Wellen richteten jedoch keinen Schaden an. Eine Flutwellen-Warnung wurde daraufhin wieder aufgehoben. Nach dem Erdstoß um 11:46 Uhr (4:46 Uhr MESZ) gab es mindestens vier Nachbeben.In 17.000 Haushalten fiel zeitweise der Strom aus. An mehreren Stellen rutschte die Erde. Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen wurde vorübergehend gestoppt. In Tokio gerieten durch die Erschütterung Hochhäuser ins Schwanken. Der Hauptstadt-Flughafen Haneda stellte vorübergehend seinen Betrieb ein.
Letztes Beben erst im Juli
Ein Atomkraftwerk in der Präfektur Miyagi, deren Hauptstadt Sendai ist, wurde automatisch heruntergefahren. Es soll auf mögliche Schäden untersucht werden. Ein Sprecher der Präfektur sagte, es sei noch zu früh, um etwas über die Gesamtschäden in der Region zu sagen. Das Beben sei so stark gewesen, dass er sich kaum auf den Beinen habe halten können.Erst Ende vergangenen Monats war die Millionen-Hauptstadt von einem Erdbeben der Stärke 6,0 erschüttert worden. Mehrere Menschen waren dabei verletzt worden. Das Beben vom Dienstag war in mehreren Provinzen, darunter auch auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido, zu spüren gewesen. Das Erdbebenzentrum lag nach neuesten Angaben in einer Tiefe von 42 Kilometern 80 Kilometer vor der Pazifikküste. (nz)