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Nach Flugzeugunglück: Helios-Besatzungen meutern: 

Helios-Besatzungen verweigern Dienstantritt

15. Aug 2005 17:52, ergänzt 20:37
Eine Maschine von Helios Airways
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Einen Tag nach dem Absturz eines Helios- Passagierflugzeuges haben die Behörden Ermittlungen gegen die Fluglinie eingeleitet. Zudem mehren sich die Zweifel an der vermuteten Ursache des Unglücks.

Die zyprische Justiz hat nach dem Absturz eines Charterfliegers mit 121 Toten Ermittlungen gegen die Fluggesellschaft Helios Airways eingeleitet. Das berichtete die staatliche zyprische Nachrichtenagentur CNA am Montag. Zuvor hatte es mehrere Berichte gegeben, dass bei den Maschinen der Gesellschaft Probleme aufgetreten waren. Am Abend durchsuchten Polizisten die Büroräume von Helios in der Hafenstadt Larnaka.

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  • Die Besatzungen mehrerer Helios-Flugzeuge verweigerten indessen laut CNA am Montag den Dienst. Der Fernsehsender «Sigma TV» berichtete von einer «Meuterei» der Crews. Die Mutter des Co-Piloten der Unglücksmaschine sagte im griechischen Fernsehen, ihr Sohn habe ihr anvertraut, dass es wegen technischer Probleme gefährlich sei, die Maschine zu fliegen. «Er hatte Angst, sie zu fliegen», wird sie zitiert.

    Laut Agenturberichten weigerten sich die Besatzungen von mindestens zwei Maschinen am Flughafen Larnaka, an Bord zu gehen. Eine Maschine nach Sofia stehe auf dem Flugplatz, weil die Crew nicht einsteigen wollte, zitiert CNA einen Flughafensprecher.

    Flugschreiber in Frankreich ausgewertet

    Am Sonntag war eine Boeing 737-300 der Airline zehn Kilometer nordöstlich des Flughafens von Athen aus bisher nicht geklärter Ursache abgestürzt. Die Behörden in Griechenland und auf Zypern vermuten einen Defekt der Klimaanlage und einen Ausfall der Sauerstoffversorgung als Auslöser der Unglücks.

    Am Abend berichteten griechische Fernsehsender, dass die Passagiere bis zum Aufprall am Leben gewesen seien. Untersuchungen von Gerichtsmeidizinern hätten ergeben, dass die Opfer keine giftigen Gase eingeatmet hatten, wie bisher vermutet worden war.

    «Mysteriöse Sache»

    Der Sprecher der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit, Markus Kirschneck, sagte am Montag, je mehr Details über das Unglück bekannt würden, «desto mysteriöser ist die Sache». Aufklärung über die Vorgänge am Sonntag an Bord der Boeing 737 könnten die beiden geborgenen Flugschreiber bringen, die zur Untersuchung nach Frankreich gebracht werden.

    In Zypern und Griechenland herrschte am Montag große Bestürzung. «Der heutige Feiertag wird vom tragischen Unglück überschattet. Ich hoffe, dass Maria Mutter Jesu die Angehörigen tröstet», sagte der griechische Staatspräsident, Karolos Papoulias, im Radio. Auch der türkisch-zyprische Volksgruppenführer, Mehmet Ali Talat, sprach den betroffenen griechisch-zyprischen Familien sein Beileid aus. (nz)

     
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