Der scheidende Verteidigungsminister Schamchani warnte das Ausland allerdings vor möglichen Angriffen auf Irans Atomanlagen. Alle Anlagen seien militärisch mit Flugabwehr-Einrichtungen gegen militärische Schläge geschützt. Sollte der Westen sie dennoch angreifen, werde Iran «alle bisherigen internationalen Verpflichtungen fallen lassen». Schamchani bezeichnete die am Vortag abgelehnten Kooperationsvorschläge Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens als «absurd und inakzeptabel», weil sie Irans recht auf die Anreicherung von Uran nicht akzeptierten. Teheran werde dieses Recht «niemals aufgeben».Der Generaldirektor der IAEO, Mohammed el Baradei, forderte Iran am Dienstag auf, im Atomstreit mit der EU «keine unilateralen Schritte» zu unternehmen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Unmittelbar vor einer Krisensitzung der UN-Atombehörde sagte el Baradei, er hoffe, dass die jüngsten Aktionen Teherans und die Ablehnung der EU-Vorschläge für ein umfassendes Kooperationsabkommen «nur ein Schluckauf und kein permanenter Riss» in dem Verhandlungsprozess seien.
Der neue Botschafter der USA bei den Vereinten Nationen in Wien, Greg Shulte, bedauerte, dass Teheran «das großzügige Angebot der EU abgelehnt» habe. Man dürfe Iran «nicht erlauben, internationale Verpflichtungen zu verletzen». (nz)