netzeitung.deRekordbankraub in Brasilien

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Der Eingang des 200 Meter langen Tunnels (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Eingang des 200 Meter langen Tunnels
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Einbrecher haben in einer Filiale der brasilianischen Bundesbank Banknoten im Wert von rund 55 Millionen Euro erbeutet. Die Täter gingen dabei geradezu filmreif vor.

Bei einem spektakulären Bankraub in der brasilianischen Stadt Fortaleza haben Einbrecher umgerechnet rund 55 Millionen Euro erbeutet. Am Montag sei das Fehlen des Geldes von Mitarbeitern der Zentralbankfiliale bemerkt worden, teilte die brasilianische Polizei mit. Bei der Durchführung ihres Raubes gingen die Diebe geradezu filmreif vor.

Vermutlich in wochenlanger Arbeit hatten die Täter rund vier Meter unter der Erde einen etwa 200 Meter langen Tunnel in den Tresorraum der Bank gegraben. Für ihr Vorhaben hatten sie eigens einen Laden in der Nähe der Bank angemietet, in dem der Tunnel beginnt. Am Wochenende seien sie dann in den Tresorraum eingedrungen und hätten die ungefähr 3,5 Tonnen schweren Geldscheine in Banknoten à 50 Real weggeschleppt, berichtet die brasilianische Bundespolizei.

Wie der Einbruch genau stattgefunden hat, ist bislang noch nicht zweifelsfrei geklärt. Der rund 500 Quadratmeter große Tresorraum wird durch ein modernes Alarmsystem mit Bewegungsmeldern und Überwachungskameras abgesichert. Außerdem bestehen die Wände aus zwei Meter dickem Stahlbeton, so die Polizei.

«Das ist zweifellos der größte Bankraub in der Geschichte unseres Landes, so etwas sieht man sonst eigentlich nur im Kino», sagte der Chef der Bundespolizei in Ceara, Joao Batista Paiva Santana. Erschwerend käme hinzu, dass man große Schwierigkeiten haben werde, das erbeutete Geld aufzuspüren, da es sich dabei um alte Scheine handele, deren Seriennummern nicht bekannt sind. (nz)