IAEO-Generaldirektor Mohammed el Baradei bestätigte am Abend, dass Iran damit begonnen habe, die Uranerz in die Umwandlungsanlage einzufüllen. Dies sei zwar erst nach der Installation von Überwachungskameras geschehen, jedoch «bedauerlicherweise, bevor sie vollständig getestet werden konnten». Die von der IAEO versiegelten Bereiche der Fabrik seien jedoch ungeöffnet geblieben.Ungeachtet der Ablehnung seiner Vorschläge durch Teheran hieß es in Brüssel, die Europäische Union werde die Atom-Verhandlungen mit Iran so lange wie nur irgend möglich in Gang halten. «Der Punkt, an dem die Verhandlungen von der EU abgebrochen werden, ist erst dann erreicht, wenn Iran die Urananreicherung wieder aufnimmt, sagte eine EU-Diplomatin.
Teheran gab unterdessen bekannt, dass Präsident Mahmut Ahmadinedschad den ultrakonservativen Ali Laridschani zum Chef des Nationalen Sicherheitsrats und Chefunterhändler für Atomfragen ernennen wird. Laridschani löst den gemäßigten Hassan Ruhani ab, der in den vergangenen zwei Jahren für einen Kompromiss mit dem EU-Trio eingetreten war. Laridschani gilt als Gegner jeder Vereinbarung, die Irans Recht auf Urananreicherung in Frage stellt. (nz)