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Luft in verunglücktem U-Boot wird knapp

06. Aug 2005 08:30, ergänzt 10:09
Russisches Klein-U-Boot Priz
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Briten und Amerikaner haben Spezialgerät zur Bergung des russischen U-Boots geschickt. Die Marineführung in Moskau drängt zur Eile.

Laut der russischen Marineführung müssen die Bergungsarbeiten an dem in rund 190 Metern Tiefe festsitzenden U-Boot im Laufe des Samstags abgeschlossen werden.

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  • An Bord sei nicht unbegrenzt Atemluft vorhanden, sagte der stellvertretende Leiter der Marine-Stabsführung, Konteradmiral Wladimir Pepelajew. Der Sauerstoff reiche höchstens bis Sonntag.

    Widersprüchliche Angaben des russischen Militärs über die Situation an Bord hatten zuvor für Verwirrung gesorgt. In dem vor der sibirischen Halbinsel Kamtschatka im Pazifik havarierten U-Boot sind sieben Matrosen eingeschlossen.

    Marinesprecher Igor Dygaldo sagte der Nachrichtenagentur AP, die Rettungskräfte hätten gegen 01.15 Uhr (00.15 MESZ) kurz Kontakt zu der Crew aufgenommen. Der Zustand der Matrosen sei «zufrieden stellend».

    Briten stellen Roboter bereit

    Ein Flugzeug mit dem britischen Unterwasserroboter «Super Scorpion» landete unterdessen auf Kamtschatka. Es sollte sofort zur Pazifikküste gebracht und zur Bergung des festsitzenden russischen Mini-U-Bootes eingesetzt werden, wie Militärsprecher Georgi Romanotisch laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ria-Nowostik sagte.

    Auch zwei Spezial-U-Boote aus den USA trafen inzwischen auf der Halbinsel ein. Wie lange der Transport zur Küste dauern wird, steht noch nicht fest.

    Nachrichtenagenturen meldeten, das vor Kamtschatka gestrandete U-Boot habe sich in einem am Meeresboden installierten Antennensystem verfangen. Ein Schiff habe das U-Boot an der Antenne etwa 100 Meter Richtung Küste geschleppt.

    Vor fünf Jahren waren 118 russische Matrosen an Bord des U-Boots «Kursk» ums Leben gekommen, nachdem ein Torpedo des Schiffes explodiert war. Damals war das Vorgehen der Regierung in Moskau auf große internationale Kritik gestoßen. Präsident Wladimir Putin wurde Tatenlosigkeit vorgeworfen. (nz)

     
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