Luft in verunglücktem U-Boot wird knapp
06.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Widersprüchliche Angaben des russischen Militärs über die Situation an Bord hatten zuvor für Verwirrung gesorgt. In dem vor der sibirischen Halbinsel Kamtschatka im Pazifik havarierten U-Boot sind sieben Matrosen eingeschlossen.
Marinesprecher Igor Dygaldo sagte der Nachrichtenagentur AP, die Rettungskräfte hätten gegen 01.15 Uhr (00.15 MESZ) kurz Kontakt zu der Crew aufgenommen. Der Zustand der Matrosen sei «zufrieden stellend».
Auch zwei Spezial-U-Boote aus den USA trafen inzwischen auf der Halbinsel ein. Wie lange der Transport zur Küste dauern wird, steht noch nicht fest.
Nachrichtenagenturen meldeten, das vor Kamtschatka gestrandete U-Boot habe sich in einem am Meeresboden installierten Antennensystem verfangen. Ein Schiff habe das U-Boot an der Antenne etwa 100 Meter Richtung Küste geschleppt.
Vor fünf Jahren waren 118 russische Matrosen an Bord des U-Boots «Kursk» ums Leben gekommen, nachdem ein Torpedo des Schiffes explodiert war. Damals war das Vorgehen der Regierung in Moskau auf große internationale Kritik gestoßen. Präsident Wladimir Putin wurde Tatenlosigkeit vorgeworfen. (nz)

