netzeitung.deSchnelle Hilfe für Hungernde im Niger gefordert

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Mutter und Kind im Niger (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mutter und Kind im Niger
Foto: dpa
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Im westafrikanischen Niger hungern Millionen Menschen. Mehrere internationale Organisationen fordern schnelle Hilfe.

Angesichts einer akuten Hungersnot im afrikanischen Land Niger haben internationale Organisationen zu schnellen Hilfsmaßnahmen gedrängt. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef berichtete am Donnerstag, mehr als 800.000 Jungen und Mädchen unter fünf Jahren seien in dem zweitärmsten Land der Erde vom Hungerstod bedroht. Laut dem Welternährungsprogramm hungern dort mindestens 2,5 Millionen Menschen.

Die Bundesregierung erhöhte ihre Soforthilfe von 500.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro. «Wir dürfen nicht zulassen, dass die Menschen in Niger verhungern», sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). Laut einem Sprecher des Welternährungsprogramms erschweren Transportprobleme und hohe Lebensmittelpreise die Versorgung der Hungernden.
Menschen essen Gras
Ausgelöst wurde die Hungersnot durch eine lang anhaltende Dürre und eine Heuschreckenplage. Das britische Hilfswerk Oxfam berichtete, die Not sei so schlimm, dass Eltern ihren Kindern teilweise Gras und Blätter zu essen gäben. Der Geschäftsführer der deutschen Sektion von «Ärzte ohne Grenzen», Adrio Bacchetta, sagte aber, dass eine Katastrophe noch abgewendet werden könne.

Die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) wies darauf hin, dass in weiteren Ländern der Sahelzone eine Hungersnot drohe. Auch in Mali, Mauretanien oder Burkina Faso sei die Ernährungslage kritisch, sagte DWHH-Experte Matthias Mogge am Donnerstag in Bonn. (nz)